- O|N-Collage: Hendrik Urbin

FULDA Behindertenbeirat plant Ortsbegehung

Touris begeistert von Barrierefreiheit: Der Hessentag kann kommen!

26.11.20 - Eine hübsche Nachricht hatte Stefan Mölleney, Leiter des Amts für Jugend, Familie und Senioren, der am Mittwochabend zusammen mit der Vorsitzenden Lea Widmer die Sitzung des Behindertenbeirates im Fürstensaal des Stadtschlosses moderierte, im Gepäck: "Vor kurzem hat sich eine Touristin gemeldet, die total begeistert davon war, wie gut Fulda in Sachen Barrierefreiheit aufgestellt ist." Nicht umsonst gilt die Stadt als "die inklusivste Deutschlands" – was nicht zuletzt auch an der rührigen Arbeit des 2012 gegründeten Behindertenbeirats liegt.

Impressionen aus der Sitzung des Behindertenbeirats am Mittwochabend ...Fotos: Matthias Witzel

Von links: Lea Widmer, Stefan Mölleney, Roland Frormann und Dag Wehner ...

Dieser informierte sich in der Sitzung über den bevorstehenden Hessentag vom 21. bis zum 30. Mai 2021. Referent war Roland Frormann von der Region Fulda GmbH, der unter anderem für die Barrierefreiheit beim Landes-Event zuständig ist. "Mit dem Behindertenbeirat sind wir schon seit zwei Jahren im Gespräch und haben sogar zusammen den Hessentag in Bad Hersfeld besucht, um zu sehen, was gut läuft und was eher nicht", sagte er. Dann kam Corona und hat sämtliche Planungen über den Haufen geworfen.

Seit geraumer Zeit hat die Stadt Fulda nun ein neues Konzept entwickelt. Frormann erläuterte, dass es nicht die übliche Hessentags-Straße geben werde. Dafür wird das Event in drei Quartiere eingeteilt: "Eines mit dem Thema Bildung & Wissenschaft an der Ochsenwiese mit den Schwerpunkten Landesbehörden und Blaulicht. Ein zweites im Barockviertel zum Thema Kultur & Genuss. Das dritte schließlich in den Fulda-Auen mit Regionalvermarktern und der Landes-Ausstellung ,Der Natur auf der Spur‘". Das Ganze steht unter dem Motto "Wohlfühlen, Entdecken und Genießen".

Da im kommenden Jahr das 75-jährige Jubiläum der hessischen Landesverfassung gefeiert wird, erwarte man sich auch Besucher aus anderen Bundesländern. "Hygiene und Sicherheit stehen für uns an oberster Stelle. Wir setzen auf Open Air statt auf geschlossene Räume, Information und Aufklärung." Für Sehbehinderte denke man an taktile Möglichkeiten. Im Gespräch ist man mit der Bundeswehr und deren "Aktion für Menschen mit Behinderung". Frormann: "Die könnten einen Fahrdienst einrichten."

Grundsätzlich schielt die Stadt Fulda nicht auf einen Besucherrekord (in Bad Hersfeld waren es 800.000 Menschen), weswegen man ein Ticketing-System einführen wird. "Zu einer geringen Gebühr", wie Bürgermeister Dag Wehner sagte: "Das soll die Besucherzahlen unter Kontrolle halten und verhindern, dass sich Einzelpersonen Tickets für die ganzen zehn Tage besorgt, dann aber überhaupt nicht kommt."

Roland Frormann lud den Behindertenbeirat im Vorfeld des Hessentags zu Ortsbegehungen in allen drei Quartieren ein, um Vorschläge zu machen, was man verbessern könnte, was dieser gerne annahm. Und er meinte: "Das wird zwar ein ganz anderer Hessentag als sonst, aber er wird überschaubarer, gemütlicher – und vielleicht sogar besser." (mw) +++


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