Ansturm auf die Wasserkuppe am 1. Januar - Foto: Archiv

GERSFELD (RHÖN) Deshalb wird nicht gesperrt!

Nach Ansturm auf Wasserkuppe: Jetzt äußert sich Bürgermeister Steffen Korell!

02.01.21 - Der Ansturm auf die Wasserkuppe (O|N berichtete) sorgt derzeit in der Region für viel Diskussion. Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell (CDU) äußerte sich jetzt auf seiner Facebook-Seite zur möglichen "Abriegelung" der Wasserkuppe.

"Wir / ich bin in stetiger, enger Abstimmung mit der Polizei, unserem Ordnungsamt und der Kreisspitze. Seit den Weihnachtstagen steht mein Telefon quasi nicht still. Lagemeldungen werden ausgetauscht und wir wägen ständig ab, was am Besten zu tun sei. Vor wenigen Minuten habe ich erst wieder mit dem Landrat, der Polizei und meinen Kollegen aus Ehrenberg und Poppenhausen telefoniert. Die Situation ist uns, in all ihren Facetten, sehr bewusst und unsere Ordnungskräfte und die Polizei handeln jeden Tag besonnen und konsequent!

Gersfelds Bürgermeister Steffen Korell Foto: Archiv

Wir haben uns gegen eine kategorische Sperrung der Wasserkuppe entschieden, denn die Konsequenz wären Verdrängungseffekte in andere Teile der Rhön. Wilde Rodelpisten und Menschenmengen an Orten, die noch weniger zu kontrollieren wären. Die Wasserkuppe war / ist aber jeden Tag gesperrt, nachdem die Parkplätze voll sind. Oftmals schon ab dem frühen Vormittag. Es werden erst dann wieder PKW auf den Berg gelassen, wenn andere abgefahren sind. So können wir hier wenigstens geordnet ein wenig "Druck aus dem Kessel" lassen. Die Wasserkuppe ist groß und es kann sich dort gut "verlaufen".

Wir haben ein Verkehrsproblem durch die ungeheure Masse an Menschen die hier bei uns in der Rhön sind...Kennzeichen aus allen Teilen Deutschlands. Düsseldorf, Karlsruhe, Bamberg, Heidelberg, Kassel, Frankfurt. Irre! Ich mag den Schnee auch und habe eine vierjährige Tochter die ständig raus will aber ich kann nur appelieren: Bleibt daheim! Besucht unsere schöne Rhön jederzeit und gerne, wenn sich die Situation entspannter darstellt!

Wildparker am Samstagnachmittag am Grabenhöfchen Foto: privat

Wenn man die Zufahrten noch früher oder komplett sperren würde, würden noch stärkere Verdrängungseffekte entstehen: Zuckerfeld, Abtsroda, Grabenhöfchen, Rotes Moor, Kümmelhof, Schwedenwall, Schwedenschanze usw. Dies macht uns die größten Sorgen. Es wird kreuz und quer auch auf Wirtschaftswege gefahren, sich festgefahren und Verkehrschaos verursacht. In fast jedem Feldweg stehen Autos. Rettungswege sind versperrt, Privateigentum wird beschädigt. Das Problem beschränkt sich nicht auf Gersfeld, am Kreuzberg ist es ähnlich. Man müsste die Rhön ab 450 hm wohl komplett sperren, wenn man das verhindern wöllte --> geht nicht.

Die Situation ist mit der im Vogelsberg auch kaum vergleichbar, dort gibt es mit dem Hoherodskopf im Wesentlichen nur einen verschneiten, wintersportlich erschlossenen und überörtlich bekannten Berg mit zwei Zufahrten. Bei uns unzählige mehr, die nicht alle gesperrt oder überwacht werden können. Wir werden derzeit "überrannt".

Alle verfügbaren Kräfte von Polizei und Ordnungsamt sind im Einsatz und tun ihr Allerbestes. Die Lage lässt sich, ob der schieren Masse an Menschen, PKW und zu überwachenden Orten, aber kaum steuern. Wir und alle Besucher sind gefordert: Bleibt besonnen und achtet auf Euch und Andere. Bleibt zuversichtlich und gelassen. Es geht vorbei!", heißt es in dem Statement von Steffen Korell. +++


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