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FULDA / SISAK Tausende Gebäude unbewohnbar

Bistum zeigt Zeichen der Solidarität für Erdbebenopfer in Kroatien

05.01.21 - Nach den schweren Erdbeben in Kroatien laufen die Aufräumungsarbeiten: Mehr als 800 Soldaten sind im Einsatz - das Rote Kreuz verteilte 130 Tonnen Lebensmittel. Unterstützung kommt auch aus dem Bistum Fulda, das eine Soforthilfe von 10.000 Euro zur Verfügung stellt.

"Wir beten für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Kroatien. Und wir wollen mit dieser Soforthilfe über Caritas international ein Zeichen der Solidarität setzen", erklärte Bischof Dr. Michael Gerber am Montag (4.1.) in Fulda. Er verweist darauf, dass im Bistum Fulda viele engagierte Katholiken leben, die aus Kroatien stammen. Pfr. David Klarić von der Kroatischen katholischen Mission Kassel hat eine Spenden-Sammel-Aktion gestartet. Nach seinen Angaben handelt es sich bei der vom Erdbeben betroffenen Region um den ärmsten Teil seines Heimatlandes. 

Nothilfeprogramm: Viele Gebäude zerstört oder unbewohnbar

Die Hilfe in Kroatien wird dringend benötigt, denn durch das Erdbeben zum Jahresende (29.12.) 2020 wurden etwa 2.000 Gebäude zerstört oder unbewohnbar. Mehr als 600 Personen mussten in Schulen oder Turnsälen untergebracht werden. Auch Papst Franziskus hatte nach dem Erdbeben in Kroatien zu internationaler Hilfe und Gebet aufgerufen. Besonders bete er für die Toten und ihre Angehörigen. Er hoffe, dass die kroatische Regierung mit Unterstützung aus dem Ausland die Leiden der Bevölkerung rasch lindern könne, sagte er. Die kroatische Caritas hat ein Nothilfeprogramm gestartet. Schwere Erdbeben-Schäden erlitten vor allem die Städte Petrinja und Sisak südöstlich der Hauptstadt Zagreb. Mindestens sieben Menschen starben - Dutzende wurden verletzt.

Angst vor weiteren Erdstößen

Feuerwehrleute bargen die Leiche eines Mannes aus der zerstörten Pfarrkirche im Dorf Zazina westlich der Stadt Sisak. Nach Angaben des Pfarrers von Zazina handelt es sich um den Organisten der Pfarrgemeinde - der Mann sei zum Zeitpunkt des Bebens mit der Reinigung der Orgel beschäftigt gewesen. Bilder der zerstörten Kirche von Zazina deuten darauf hin, dass der Kirchturm auf das Gotteshaus stürzte.

In der rund 45 Kilometer entfernten kroatischen Hauptstadt Zagreb wurden ebenfalls etliche Gebäude und Kirchen schwer beschädigt. Sie waren teilweise schon beim schweren Erdbeben im Frühjahr in Mitleidenschaft gezogen worden. So stürzte nun das Gewölbe der barocken Katharinenkirche zu einem großen Teil ein. Seismologen rechnen mit weiteren Beben. Wie Medien berichten, verbringen viele Menschen die Nächte aus Angst vor weiteren Erdstößen im Freien oder in ihren Autos. Am Montagmorgen (4.1.) hat erneut ein starkes Erdbeben die kroatische Stadt Petrinja erschüttert. (pm) +++


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