Führt die Hessische Impfhotline in den Kosovo? - Symbolbild: Pixabay

REGION Impftermine am Telefon

Führt die Hessische Impfhotline in den Kosovo? - ein O|N-Selbstversuch

08.01.21 - Hessische Seniorinnen und Senioren könnten bei ihrem Bemühen um eine telefonische Vereinbarung eines Impftermines im nächstgelegenen Impfzentrum die Stimme eines Callcenter-Mitarbeiters im Kosovo vernehmen. Das berichtet BILD.

Das Hessische Innenministerium hat sowohl ein Onlineportal als auch eine Hotline zur Terminvereinbarung für die Corona-Impfung eingerichtet. Dies soll der Entzerrung der hoch frequentierten Nachfrage nach umgehenden Impfterminen dienen. Bei der Vorbereitung "umfangreicher Callcenter-Kapazitäten", von denen Hessens Innenminister Peter Beuth spricht, habe man auf Call-Center-Anbieter mit Standorten in benachbarten europäischen Ländern zurückgegriffen.

So geht aus den "Bild-Enthüllungen" hervor, dass über 80-Jährige neben Callcentern in Hamburg, Düsseldorf, Ludwigshafen, Zweibrücken oder Mainz auch am Apparat kosovarischer oder türkischer Mitarbeiter:innen landen könnten. "Zur Bewältigung des hohen Bedarfes an Impfterminvereinbarungen, was mit sehr hohem Personalaufkommen untrennbar verbunden ist, sei die Zusammenarbeit mit qualifizierten Subunternehmen gängige Praxis", heißt es aus dem hessischen Innenministerium.

Allerdings versichert das Innenministerium auf Bild-Anfrage, dass das entsprechende Personal in der Türkei oder im Kosovo mit "den Unterlagen und den Vorgaben des Landes Hessen" vertraut sei und sehr gut Deutsch spreche. Der Anteil des ausländischen Personals belaufe sich außerdem auf etwa fünf Prozent des gesamten Personalvolumens, das für die Entgegennahme der Impfanrufe zuständig sei.

Bei einem O|N-Selbstversuch konnte keine Bestätigung hinsichtlich kosovarischer oder türkischer Callcenter-Mitarbeiter:innen erzielt werden. Die beantwortende Mitarbeiterin gab an, ihr Arbeitsplatz befinde sich in Hannover. Ihr seien auch keine Kolleg:innen bekannt, die vom Ausland aus Anrufe beantworteten.

Ablauf des Anrufs

Unter der Hotline 116117 können Impfberechtigte ab dem 12. Januar telefonisch Termine vereinbaren. Doch bereits heute eröffnen sich drei Optionen bei der Einwahl der Nummer. Man erhält unter weiterer Betätigung des Tastenfeldes einerseits Informationen zur Corona-Schutzimpfung und andererseits Informationen rund um das Coronavirus selbst. Außerdem werden akut Erkrankte - um einen Arzt- oder Psychotherapietermin auszumachen - mit entsprechenden Ansprechpartnern verbunden, sofern sie in der Leitung bleiben. (Hendrik Auth) +++


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