Ihre geklaute Beute brauchten die vier Angeklagten für ihre Drogensucht - Symbolbild: pixabay

FULDA Füller, Rasierklingen und Parfum

Vier BTM-abhängige Angeklagte wegen schwerem Bandendiebstahl vor Gericht

08.01.21 - Füller der Marke Lamy, teure Parfums und jede Menge Rasierklingen waren die bevorzugte Beute vier junger Männer, die ab dem heutigen Donnerstag vor dem Fuldaer Landgericht stehen. Der Staatsanwalt wirft ihnen schweren Bandendiebstahl vor, den sie über ganz Osthessen, Thüringen und Unterfranken verteilt in wechselnder Besetzung begangen haben. Sie klauten immer wieder in denselben Filialen von Drogerien, Kaufhäusern, Schreibwarengeschäften und Lebensmittelläden in Fulda, Bad Hersfeld, Hünfeld, Schweinfurt, Bad Königshofen, Meiningen und Suhl eine ganz bestimmte Produktpalette, für die sie offenbar einen festen Abnehmer aus Hehlerkreisen hatten. Mit dem so erworbenen Geld finanzierten sie alle Vier ihre Drogensucht.

Staatsanwalt Andreas Hellmich brauchte eine Weile, bis er alle einzelnen Taten mit Ort, Zeitpunkt, die jeweils gestohlenen Waren und deren Wert vor Gericht vorgetragen hatte. Den Gesamtwarenwert beziffert die Anklage mit 13.000 Euro in einem Zeitraum zwischen Juli und September 2018. Aufgeflogen war das Quartett wohl bei einem der Diebstähle und durch die bei einem anderen Delinquenten gefundene Ware. Dabei handelte es sich diesmal um hochwertige Herrenjacken und Akkuschrauber. Außerdem hatten sie es noch auf abgestellte Fahrräder abgesehen. Beim Klauen erwischt hatte einer der Angeklagten darüber hinaus den ihn verfolgenden Ladendetektiv attackiert und gedroht, ihn "kaputt zu kloppen". 

Nachdem die Anklage verlesen war, befragte Richter Josef Richter die vier jungen Männer, ob sie sich zu den vom Staatsanwalt erhobenen Vorwürfen äußern wollten. Das bejahten alle vier Verteidiger und kündigten vollumfängliche Geständnisse für den nächsten Verhandlungstag an. Einer der Angeklagten befindet sich wegen einer Haftstrafe bereits in der JVA Hünfeld. Rechtsanwalt Jörg-Thomas Reinhard gab für seinen Mandanten Tomasz K. außerdem noch eine Erklärung ab. Dieser habe ihm bereits 3.500 Euro treuhänderisch übergeben, um damit den durch ihn entstandenen Schaden wenigstens teilweise wieder gutzumachen. Bislang habe er aber noch keinen Adressaten für die Summe gefunden, sagte der Anwalt. 

Es sind vier weitere Verhandlungstage am Landgericht terminiert worden. Das Urteil wird Anfang Februar erwartet. (Carla Ihle-Becker)+++


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