Exakt 4577 Corona-Impfungen sind im Vogelsbergkreis bislang verabreicht worden. - Symbolbild: Pixabay

REGION VB Schutz vor dem Coronavirus!

Landrat zieht Bilanz: Mobile Teams waren in allen 23 Alten- und Pflegeheimen

17.02.21 - Exakt 4.577 Corona-Impfungen sind im Vogelsbergkreis bislang verabreicht worden; der überwiegende Teil von den mobilen Teams, die seit dem 27. Dezember im Einsatz sind. Im Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle, das seit genau einer Woche in Betrieb ist, wurden bislang 542 Impfungen vorgenommen, zieht Landrat Manfred Görig eine erste Bilanz.

Alle 23 Alten- und Pflegeheime im Vogelsbergkreis wurden mittlerweile von den mobilen Teams besucht. Über 3.000 Impfungen wurden dort durchgeführt. Ein Teil der Bewohner hat auch schon die zweite Impfung bekommen, "bis Mitte März werden alle diesen Schutz haben, dann werden wir alle Einrichtungen zum zweiten Mal durchgeimpft haben", kündigt der Landrat an. Die mobilen Teams haben zudem fast 700 Krankenhaus-Mitarbeiter geimpft sowie die Mitarbeiter des Impfzentrums in der Hessenhalle – von IT- und Verwaltungspersonal bis zu den medizinischen Fachkräften.

Impftermine für Senioren vergeben


Das Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle. Archivfoto: O|N / Hans-Hubertus Braune

Über das Anmeldeportal des Landes wurden die Impftermine für Senioren in der Hessenhalle vergeben. Katharina Schneider war die Erste, die am vergangenen Dienstag ihre Impfung bekam. Zudem wurden Mitglieder des Rettungsdienstes, die leitenden Notärzte und organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes – darunter auch zwei Mitarbeiter des Vogelsbergkreises –, die Task-Force Pflege des DRK sowie Bundeswehr-Angehörige, Mitarbeiter des Dialysezentrums, Pflegekräfte der ambulanten Dienste und Hausärzte sowie Mitarbeiter der mobilen Teams geimpft. Laut Corona-Impfverordnung gehören diese Personengruppen in die Schutzimpfungen mit höchster Priorität. 

"Im Arbeitsumfeld der geimpften Personen ist das Ansteckungsrisiko groß, daher haben wir entschieden, diese Gruppen schnell zu impfen und dazu auch Restdosen des Impfstoffs verwendet", schildert der Landrat. Gerade zu Beginn der Impfaktion spielte die Zeit eine entscheidende Rolle. Blieb eine Impfdosis übrig, musste sie innerhalb nur einer Stunde verimpft werden.

Zusätzliche Impfungen im Impfzentrum


"Über die Verwendung der übrig gebliebenen Impfdosen im Impfzentrum entscheiden jeweils zwei Ärzte unseres Teams im Vier-Augen-Prinzip", erläutert der Landrat. "Wir haben jetzt entschieden, dass Hausärzte, Fachärzte und Zahnärzte sowie deren Personal, das direkt am Patienten arbeitet, die nächsten Impfdosen erhalten. Dazu haben wir bereits eine Liste erstellt, die jetzt abgearbeitet wird. Danach werden wir neu entscheiden."

Es sei möglich, "dass Restdosen der von uns beauftragten mobilen Teams nicht im Sinne der Impfverordnung genutzt worden sind. Dies öffentlich aufzuklären, ist nicht lösbar, weil Datenschutz, Patientenschutz und die Persönlichkeitsrechte Einzelner rechtliche Grenzen aufzeigen." Mittlerweile seien die mobilen Teams schriftlich informiert worden, dass alle Restdosen ebenfalls dem Impfzentrum zu melden seien, sodass auch über die Verwendung dieses Impfstoffes von den Ärzten entschieden werde. "Damit haben wir eine Regelung getroffen, die klar und eindeutig ist", so der Landrat, der den Mitarbeitern des Impfzentrums und der mobilen Teams einen besonderen Dank für ihren Einsatz ausspricht. (pm) +++


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