Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil beim Hessen-Gipfel der Sozialdemokraten vor rund zwei Jahren in Friedewald - Archivbild: Hans-Hubertus Braune

BERLIN / REGION Politischer Aschermittwoch der SPD

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz"

18.02.21 - Traditionell gibt es zum politischen Aschermittwoch der Sozialdemokraten Heringsessen in einem Gasthof in der Region. In diesem Jahr blieb der Salat im Kühlschrank. Virtuell aus Berlin, Bad Hersfeld und Datterode zugeschaltet, sprachen der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, die Landtagsabgeordnete Karina Fissmann (Werra-Meißner-Kreis) und der Landtagsabgeordnete und Landratskandidat Torsten Warnecke zusammen mit Staatsminister Michael Roth über die aktuelle Lage. Diese Kost ist schwierig und schmeckt so gar nicht.

Nicht nur dem Otto-Normalbürger geht die Corona-Pandemie an die Substanz. "Ich vermisse auch den Kontakt zu unseren Freunden", sagte der Bundesminister für Arbeit und Soziales. "Wir befinden uns in der größten Krise unserer Generation", meinte Heil, der seine derzeitige Arbeit als "Krisenmanagement" bezeichnet. "Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz", machte er deutlich. Die Kurzarbeit sei ein gutes Mittel, um Arbeitslosigkeit zu verhindern. Im ersten Lockdown waren rund sechs Millionen Menschen und damit rund 20 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Derzeit seien es rund 2,5 Millionen Menschen.

"Strukturwandel hoch drei"


Virtueller politischer Aschermittwoch der SPD mit den Landtagsabgeordneten Karina ...Screenshot: Facebook Michael Roth

Heil spricht von einem "Strukturwandel hoch drei in den nächsten Jahren". Die Zukunft der Arbeit werde sich verändern. Er fordert Arbeits- und Lohnverbesserungen für die systemrelevanten Berufsgruppen, etwa im Gesundheitsbereich, in Supermärkten und bei Logistikern. Ein Schutzschirm für Ausbildung sei geplant, um Anreize für die Wirtschaft zu schaffen junge Leute einzustellen. Sorge bereite dem Minister die Zukunft der Innenstädte. "Was wird aus dem Handel, der Gastronomie und der Kultur?", fragte Heil. Für mobiles Arbeiten müsse ein Ordnungsrahmen geschaffen werden. Co-Working-Places sind ein weiteres Stichwort zur Zukunft der Arbeit.

"Digitalisierung kann persönliche Grspräche nicht ersetzen"


Doch bei aller Digitalisierung und allen technischen Möglichkeiten sagte Landratskandidat Torsten Warnecke, dass die persönlichen Gespräche mit den Menschen fehle. Die Technik sei gut, aber könne den direkten Kontakt nicht ersetzen. Und markiger Wahlkampf, wie er zum politischen Aschermittwoch dazugehört, macht im Gasthof auch mehr Spaß als vor den virtuellen Bildschirmen. Aber der Heringssalat kann trotzdem ruhig im Kühlschrank bleiben. (Hans-Hubertus Braune) +++


Über Osthessen News

Kontakt
Mediadaten
Werbung
Impressum

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Twitter
Instagram

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön