Rund 75.000 Hessen mit Terminen für die Corona-Impfung haben die Möglichkeit, schneller als zunächst erwartet an die Impfung zu kommen. Grund dafür sind die höheren Mengen an Impstoff.  - Symbolbild: O|N

REGION Hessen bekommt mehr Impfstoff

Impfung jetzt doch schneller als erwartet: "Mehr Dosen, frühere Termine"

18.02.21 - Dass in Deutschland in Sachen Impfstoff in den letzten Wochen und Monaten nicht alles nach Plan lief, ist bekannt. Doch jetzt verkünden Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose gute Neuigkeiten in Sachen Impfen in Hessen: Denn rund 75.000 Hessen mit Terminen für die Corona-Impfung haben die Möglichkeit, schneller als zunächst erwartet an die Impfung zu kommen. Grund dafür sind die höheren Mengen an Impfstoff. 

Innenminister Peter Beuth im Fuldaer Impfzentrum.

Gesundheitsminister Kai Klose.

"Konkret bedeutet das für alle Bürger:innen, die bereits einen Termin für die Erstimpfung vereinbart haben, der nach dem 22. März 2021 liegt, dass sie ab dem 20. Februar 2021 über die telefonische Hotline oder das Onlineportal umbuchen und so früher geimpft werden können", verkündet das Land Hessen in einer Pressemitteilung.  Der höheren Mengen an Impfstoff beschleunigt die Impfungen und den Schutz vor einer Infektion mit dem SARS-Cov2-Virus insgesamt. "Ab Samstag haben alle, die durch eine Infektion am stärksten gefährdet sind, die Gelegenheit frühere Termine zu bekommen", erklärten Beuth und Klose.

Und so funktioniert es: Für eine Umbuchung über die telefonische Hotline oder das Online-Portal benötigen die Impfberichtigten lediglich die individuellen Angaben, die sie per E-Mail bzw. per Brief (bei Buchung über die Hotline) erhalten haben. Wer einen Paartermin gebucht hat, kann entsprechend auch für zwei Personen einen neuen Termin erhalten.
 

Mehr Impfstoff, schnellerer Schutz

Alleine seitens des Herstellers Biontech werden von Mitte Februar bis Ende März 2021 rund 60.000 zusätzliche Dosen für Erstimpfungen in den 28 hessischen Impfzentren zur Verfügung stehen, als noch Ende Januar absehbar war. "Einerseits hat Biontech belastbare Zusagen für zusätzliche Impfdosen bis Ende März 2021 gemacht. Andererseits hat der Bund aufgrund der zugesicherten höheren Anzahl von Impfdosen pro Bundesland seine Empfehlung für das Zurückhalten der Dosen für die notwendige Zweitimpfung bei Biontech von bisher 50 Prozent auf 20 bis 25 Prozent abgesenkt. So können wir Zehntausenden Seniorinnen und Senioren einen schnelleren Weg zur Impfung ermöglichen", betonte Innenminister Beuth. Denn nun könnten größere Mengen des Impfstoffs direkt für Erstimpfungen verwendet werden.

Gesundheitsminister Klose ist erfreut über die Nachricht - denn mehr Impfstoff bedeute auch schnelleren Schutz für alle. "Was wir jetzt erreicht haben, ist nicht zuletzt das Ergebnis intensiver Gespräche aller Beteiligten, um mehr Verbindlichkeit der Hersteller erreichen, was Liefermengen und Liefertermine angeht."

Das Fuldaer Impfzentrum

Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle

Das Impfzentrum im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Biontech, Moderna und Astrazeneca

Zurzeit stehen in der Bundesrepublik Impfstoffe der Firma Biontech, des Herstellers Moderna sowie seit anderthalb Wochen von Astrazeneca zur Verfügung. Biontech hat seit dem 26. Dezember 2021 bis heute fast 432.000 Impfdosen nach Hessen geliefert. Mehr als eine halbe Million weitere Impfdosen wurden bis Ende des Monats März für Hessen angekündigt.

Darüber hinaus wird Hessen auch weiteren Impfstoff von Moderna erhalten. Bisher hat das Land rund 26.000 Dosen erhalten, die letzte Lieferung traf am vergangenen Sonntag ein. Von Astrazeneca sind inzwischen fast 58.000 Dosen angeliefert worden, eine weitere Ankündigung von fast 77.000 Dosen liegt für kommenden Freitag, 19. Februar 2021 vor. (ld/pm) +++


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