Cornelius Hoppe verstärkt seit November das Landesamt für Denkmalpflege - Foto: Privat

MARBURG Cornelius Hopp seit November im Amt

Neuer Denkmalpfleger für Hersfeld-Rotenburg und den Vogelsberg

20.02.21 - Seit November 2020 ist Cornelius Hopp Bezirksdenkmalpfleger für den Kreis Hersfeld-Rotenburg, die Stadt Bad Hersfeld und den Vogelsbergkreis in der Abteilung Bau-und Kunstdenkmalpflege des Landesamtes für Denkmalpflege. Cornelius Hopp wurde in Schwerin geboren und konnte dort bereits während seines Zivildienstes bei der Unteren Denkmalschutzbehörde Einblicke in das Arbeitsfeld gewinnen.

Der damit gefasste Berufswunsch inspirierte ihn zu einem Magisterstudium der Kunstgeschichte, Geschichte und Soziologie in Kiel."Es ist eine unglaublich facettenreiche Tätigkeit", erklärt Hopp seine Motivation und führt weiter aus: "Kaum ein Denkmal gleicht dem anderen und aufgrund der fachlichen Herausforderungen in technischer, materieller oder auch rechtlicher Hinsicht ist ein ständiger Austausch mit Personen in verschiedenen Positionen und Funktionen gegeben. Ortstermine auf der Baustelle, Besprechungen, Gremien oder Konferenzen kontrastieren mit der auch im Büro abwechslungsreichen Arbeit."

Das Mittelalter im Blick


Den Schwerpunkt seines Studiums bildete die Architekturgeschichte, insbesondere der mittelalterlichen Baukunst."Neben den Kirchen gab es im Profanbau nur wenige große Steinbauten, die wichtige Lebensmittelpunkte bildeten", erläutert der Bezirksdenkmalpfleger seine Begeisterung für die Baugeschichte des Mittelalters. "Einerseits dokumentiert sich darin ein intensiver Einsatz von Mensch und Material, andererseits auch ein vor allem auf Erfahrung gründendes technisches Know How." 
 
Seine Magisterarbeit zur Stiftskirche in Susteren (Niederlande) wurde 2014 publiziert. Mit der 2020 abgeschlossenen Dissertation leistete Hopp einen Beitrag zur Neubewertung der Baugeschichte von St.Quirin in Neuss, einem der zentralen Kirchenbauten in der Zeit des Übergangs zwischen Romanik und Gotik in Deutschland. Über wissenschaftliche Projekte wie die Bauforschung im UNESCO-Welturkulturerbe St. Servatius in Quedlinburg und mehrere Publikationen gelangte Hopp zuletzt zu einem Lehrauftrag am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel.

Denkmalpflege braucht Empathie und Überzeugung

2019 und 2020 schloss sich ein wissenschaftliches Volontariat im Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein an."Hier bestätigte sich mir erneut, dass fachliche Kompetenz zwar unbedingt dazu gehört, ohne Empathie und Vermittlung häufig aber zweitrangig erscheint. Nur wer überzeugen kann, schafft es, andere für den Erhalt von Denkmälern zu motivieren." Es ist diese Kombination aus der Arbeit mit Denkmalbesitzerinnen und Denkmalbesitzern sowie den Partnerinnen und Partnern der Denkmalpflege auf der einen Seite und dem dezidierten Objektbezug auf der anderen, die auch Hopps Arbeit in Hessen auszeichnen wird.

"Ein Antrieb bleibt dabei stets der Dialog mit den Projektpartnerinnen und Partnern, der für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Denkmälern sensibilisieren soll", erläutert Hopp und führt weiter aus: "Eine Herausforderung besteht darin, insbesondere in ländlichen und strukturschwachen Regionen auf den demografischen Wandel sowie den Klimawandel mit der notwendigen Energiewende zu reagieren und die vorhandenen Potentiale zu nutzen. Denkmalschutz und Denkmalpflege können auch hier helfen, die Region durch ihre Kulturdenkmäler bekannter und damit attraktiver zu machen oder Aspekte der Nachhaltigkeit zu forcieren. Am besten gelingt uns dies, wenn wir es gemeinsam schaffen, den hohen kulturellen und gesellschaftlichen Wert unseres bauhistorischen Erbes in unserer sich wandelnden, modernen Welt durch aktive Vermittlung dauerhaft zu verankern." 
 

Daten und Fakten zur Region


Die Denkmallandschaft der Region zeichnet sich durch einen reichen Bestand an historischen Stadt-und Dorfkernen aus, der bis ins Mittelalter zurückgeht. Kulturdenkmäler verschiedener Gattungen vom Sakral-bis zum Profanbau, Bauten der Industriegeschichte und des 20. Jahrhunderts bezeugen die spannende Geschichte und das breite Tätigkeitsspektrum. Die Region verfügt aktuell über 4047 eingetragene Einzelkulturdenkmäler und 206 Gesamtanlagen im Vogelsbergkreis, sowie 2673 Einzelkulturdenkmäler und 74 Gesamtanlagen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg mit der Stadt Bad Hersfeld. (pm)+++


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