Um Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums „An der Lauter“ vor Infektionen zu schützen, unterstützt Bundeswehrsoldat Robin Morawa die Corona-Tests. Hier kommt Marusya Weiß gerade zum Test, hinten im Bild Einrichtungsleiterin Silke Aßhauer. - Foto: Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V.

LAUTERBACH Umsetzung der Corona-Teststrategie

Bundeswehr unterstützt im Seniorenzentrum "An der Lauter"

21.02.21 - Im Seniorenzentrum "An der Lauter" in Lauterbach (Vogelsbergkreis) sowie im Margot-von-Schutzbar-Stift in Herleshausen-Wommen (Werra-Meißner-Kreis) werden die Pflegekräfte der Hephata Diakonie und ihrer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) aktuell von Soldaten der Bundeswehr bei der Umsetzung der Corona-Teststrategie unterstützt.

In Lauterbach sind die Soldaten des Jägerbataillons 1 der Knüll-Kaserne aus Schwarzenborn zur Unterstützung der Corona-Tests im Einsatz. Schon seit November hat das Seniorenzentrum einen extra Container für Testungen gemietet, um sicherzustellen, dass nur negativ getestete Personen – Mitarbeitende und Besucher:innen gleichermaßen – das Seniorenzentrum betreten. Zehn Mitarbeitende hatten sich vorher schulen lassen, um Schnelltests durchführen zu können.

Dankbar für die Unterstützung

"Ich war sehr dankbar als das Gesundheitsamt uns das Angebot gemacht hat. Die Unterstützung durch die Bundeswehr ist eine große Erleichterung für uns", sagt Einrichtungsleiterin Silke Aßhauer. Sie ist zuständig für 59 Mitarbeiter:innen – vielen von ihnen arbeiten seit Monaten an der Belastungsgrenze. "Wenn zusätzlich alle Testungen in Eigenregie durchführen müssen, fehlt uns die Zeit für unsere Bewohnerinnen und Bewohner", so die Einrichtungsleiterin.

Am Montag waren die beiden Oberstabsgefreiten Robin Morawa und David Pommerin im Einsatz, um ausgerüstet mit Handschuhen, FFP2-Maske und Schutzvisier die Tests zu übernehmen. Die grüne Bundeswehruniform verschwand dabei unter einem weißen Schutzanzug.

Nur mit negativem Corona-Test

Bis zu 40 Tests fallen montags und freitags bei Mitarbeitenden an. Jeder, der Dienst hat, muss sich vorher testen lassen. Marusya Weiß nahm dies am Montag gern in Kauf. "Ich finde es sehr gut, dass das gemacht wird, man geht mit einem besseren Gefühl zur Arbeit", so die Mitarbeiterin aus der Küche, die sich vor ihrem Frühdienst testen ließ. Anfängliche Vorbehalte bei einigen Mitarbeitenden seien verflogen, sagt Aßhauer – "mittlerweile werden die Tests als selbstverständlich hingenommen", so die Erfahrung der Einrichtungsleiterin.

Um die Abstands- und Hygieneregeln vor und während der Tests einzuhalten, gibt es einen Plan, wer wann dran ist. Dies erfordere viel Organisation, so Aßhauer, die nach den Dienstplänen in den einzelnen Wohnbereichen des Seniorenheims eine Liste erstellt. Doch der Aufwand hat sich bewährt. Das bestätigen auch die beiden Bundeswehrsoldaten an diesem Nachmittag. "Es läuft reibungslos, klappt alles sehr flüssig", loben die beiden Oberstabsgefreiten die Testungen in Lauterbach. Und das Wichtigste bei alledem: Niemand war positiv getestet worden, als sie um kurz nach 16 Uhr ihren Einsatz beendet hatten. (pm) +++


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