Eine private Veranstaltung und eine Faschingsfeier sollen Grund für den Anstieg der Zahlen sein. - Symbolbild: Pixabay

FREIENSTEINAU Wegen privater Veranstaltung und Feier

Corona-Hotspot Freiensteinau: Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 630!

02.03.21 - Explosionsartige Corona-Zahlen in Freiensteinau (Vogelsbergkreis): Seit ein paar Tagen ist die südliche Gemeinde der Hotspot in der Region. 30 aktive Fälle meldete das Gesundheitsamt am Montag, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt aktuell bei 630. Keine andere Gemeinde weist so hohe Zahlen auf. Laut Pressestelle des Kreises sind die Fälle wegen einer privaten Veranstaltung und einer Feier in der Faschingszeit in die Höhe geschnellt. 

In keiner Gemeinde sind die Fallzahlen so hoch wie in Freiensteinau. Grafik: Vogelsbergkreis

Aufgrund der hohen Zahlen hatte der Vogelsbergkreis bereits vergangene Woche reagiert: Seit Donnerstag sind Grundschule und der Kindergarten geschlossen. "Wir müssen die Infektionsketten in Freiensteinau unterbrechen", betont Dr. Henrik Reygers, Leiter des Vogelsberger Gesundheitsamtes.

Eigentlich sollten die Einrichtungen am Mittwoch wieder Öffnung - doch der Kreis entschied sich, Kindergarten und Schule bis mindestens Freitag weiter dichtzumachen. Denn auch dort gibt es jeweils einen positiven Fall. Eine vorzeitige Öffnung wäre zu riskant.

Karnevalsverein Kikiriki weist Vorwürfe von sich

Weil sich viele Leute bei einer Faschingsfeier angesteckt haben sollen, wurde der örtliche Karnevalsverein Kikiriki von einigen Bürgern vergangene Woche stark kritisiert. Dieser wehrte sich jedoch gegen die Vorwürfe aus der Bevölkerung: "Wir hatten nichts mit dieser Faschingsfeier zu tun." Carsten Hofmann, erster Vorsitzender des Vereins, bekräftigt in dem Statement, dass die Zahlen auf eine private Party zurückzuführen sein müssen. "Wir haben uns bewusst dazu entschieden, in dieser Kampagne keinerlei Veranstaltungen durchzuführen, da wir uns der großen Verantwortung gegenüber unserer Mitmenschen bewusst sind. Wenn von einer Faschingsfeier berichtet wird, hat diese auf keinen Fall einen Bezug zum Freiensteinauer Karnevalsverein KV Kikiriki", bekräftigt er. 

In diesem Zusammenhang macht Hofmann auf die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie aufmerksam, mit welchen der Verein zu kämpfen hat. "Uns fehlen selbstverständlich die Einnahmen aus den Veranstaltungen, während im Gegenzug die laufenden Kosten für Versicherungen, GEMA etc. weiterzubezahlen sind. Doch die Gesundheit hat in diesem Fall oberste Priorität."

Unterstützung von Gesundheitsdezernent Mischak

Unterstützung bekommen die Karnevalsfreunde von Gesundheitsdezernent und erstem Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak. Dieser reagiert mit einem Statement in den sozialen Netzwerken:

"Völlig zu Recht haben sich die Fastnachtsfreunde vom Kikiriki gegen Anfeindungen wegen der hohen Fallzahlen in Freiensteinau gewehrt. Ich bin selbst Fastnachter aus voller Überzeugung und habe so wie viele andere bedauert, dass dieses Jahr keine Veranstaltungen, kein Feiern und kein Zusammenkommen möglich waren. Wir haben uns als Vereine daher darauf verständigt zu verzichten. Und daran haben wir uns gehalten. Hier waren es ausschließlich einzelne und private Zusammenkünfte, die zu den Infektionen geführt haben." (Luisa Diegel) +++


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