- Symbolbild: O|N / Miriam Rommel

SCHLITZ Von der Leitkuh zum Medienstar

Hessens älteste Kuh ist tot: Anke auf dem Gnadenhof friedlich eingeschlafen

02.03.21 - Von der Leitkuh zum Medienstar: Hessens älteste Kuh Anke hat in ihren 23 Jahren so einiges erlebt. Doch an einem Tag im Januar hatte ihre letzte Stunde geschlagen. Denn das Herz der alten Kuhdame machte nicht mehr mit. Der Tierarzt schaffte es nicht mehr rechtzeitig, denn Anke schlief friedlich auf dem Gnadenhof in Schlitz ein.

Oma-Kuh Anke ist bereits im Januar in Schlitz verstorben. Foto: Initiative Lebensfroh

Dort lebte sie seit September 2020, nachdem ihr Besitzer Horst Kaiser entschlossen hatte, dass dort der richtige Ort für ihre letzten Monate ist. "Deine Beine sind nun schwer geworden. Sie konnten dich nicht mehr tragen. Schwer geworden sind auch dein heller Kopf und deine wachen, aufmerksamen Augen. Du hast dich ins weiche Stroh gebettet und dich noch über deine geliebten Apfelstückchen und Rübenschnitzel gefreut. Wir haben uns so sehr gewünscht, dass du wieder aufspringst und losläufst", nimmt die Initiative Lebenstiere in einem liebevoll verfassten Nachruf Abschied. 

Tierarzt konnte nicht mehr helfen

Anke hatte ein aufregendes Leben: 16 Kälber zog Anke groß, gab als Leitkuh immer den Weg an. "In deinem vorherigen Zuhause hast du auch mal beschlossen, deine Weide zu verlassen, als du fandest, dass es an der Zeit für eine neue Weide war. Also bist du mit der ganzen Herde losgelaufen, den langen, weiten Waldweg entlang. Du kanntest den Weg und alle anderen haben dir vertraut." Im vergangenen Jahr wurde Anke dann zum Medienstar, als ihr letzter Umzug auf den Gnadenhof in Schlitz von einem RTL-Kamerateam begleitet wurde.

Doch am Ende hört jedes Herz einmal auf zu schlagen - so auch das von Kuh-Oma Anke. "Wenn du deinen Namen gehört hast, bist du noch bis vor Kurzem freudig über die Weide getrabt und hast dir deine Extraportionen abgeholt. Die hast du dir von niemandem nehmen lassen, auch wenn andere ihre Nase in deinen Eimer stecken wollten. In den letzten Tagen hast du es auch mit Hilfe nicht mehr geschafft, auf deinen Beinen zu stehen." Täglich sei der Tierarzt da gewesen, um nach Anke zu sehen. Doch an ihrem letzten Tag schaffte er es nicht mehr rechtzeitig.

Gnadenhof statt Schlachter

Doch so traurig die Nachricht für alle Beteiligten von Ankes Tod war, umso schöner sind die Erinnerungen mit ihr, die im Gedächtnis bleiben. "Du hast so vielen gezeigt, dass Kühe echte, liebenswerte Persönlichkeiten mit Verstand und Charakter sein können. So viel hast du bewegt, so viele Herzen hast du erreicht", heißt es in dem Nachruf. Dankbar sind sie auch Ankes langjährigem Pfleger, der entschied, die Kuh-Oma nicht zum Metzger zu bringen, sondern auf einen Lebenshof. (ld) +++


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