Die Verbraucherzentralen in Hessen haben aufgrund der derzeitigen Situation mit vielen Anfragen in verschiedenen Bereichen zu tun. - Symbolbild: Marius Auth

REGION Erstes "Verbraucherpolitisches Frühstück"

Kostenlose Verbraucherberatung in diesen Zeiten eminent wichtig

25.03.21 - Die Probleme der Corona-Pandemie sind in diesen Tagen für alle spürbar. Doch auch neben der angespannten Situation gibt es viele weitere Probleme, die die Menschen in Hessen beschäftigen. Das merkt auch die Verbraucherzentrale Hessen, die in den vergangenen zwölf Monaten einen Höchststand ihrer Beratungen in den verschiedenen Bereichen zu verzeichnen hat. Am Donnerstagvormittag kam es zur Premiere des "Verbraucherpolitischen Frühstücks", wo einige der wichtigsten Themen von Experten angesprochen wurden.

Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen. Screenshot: Verbraucherzentrale Hessen

Der Anlass für das virtuelle Zusammentreffen war der kürzliche Weltverbrauchertag, der am 15. März stattfand und eine Bilanz der vergangenen zwölf Monate, wie sich die Arbeit der Verbraucherzentrale Hessen verändert hat: "Zu Beginn der Pandemie waren vor allem abgesagte Veranstaltungen und Reisen unsere Hauptschwerpunkte. Ab dem frühen Herbst kam es dann eher zu existenziellen Problemen bei den Finanzen oder bei Gesundheitsfragen", erklärte Philipp Wendt, Vorstand der Verbraucherzentrale Hessen.

Verbraucherschutz ist ein hohes Gut


Auch Verbraucherschutzministerin Priska Hinz (Grüne) unterstrich in einem Grußwort die enorme Bedeutung der Verbraucherzentrale gerade in Pandemie-Zeiten: "Der Verbraucherschutz ist in diesen schwierigen Zeiten ein hohes Gut. Gerade die Umsetzung einer kostenlosen telefonischen Beratung seitens der Verbraucherzentrale und rege Nutzung zeigen dies eindrucksvoll. Auch abseits der Pandemie gibt es viele offene Fragen, die durch die kostenlose telefonische Erstberatung geklärt werden können."

In der Folge kam es zu kurzen Vorträgen aus den verschiedenen Bereichen. Den Anfang machte Juristin Marion Schmidt, die das Thema finanzielle Probleme und Verschuldung aufgriff: "Gerade in angespannten Zeiten sind viele Menschen am Existenzminimum - häufig scheint eine Kreditaufnahme der einzige Ausweg. Doch wir von der Verbraucherzentrale mahnen zur Vorsicht, denn gerade im Internet gibt es dubiose Angebote, die auf den ersten Blick verlockend klingen, allerdings nach einiger Zeit die finanzielle Lage verschärfen. Doch können wir vielen Menschen helfen."

Beim Thema Reisen stellt sich die Situation sogar noch negativer für den Verbraucher dar, dies erklärte Rechtsanwalt Peter Lassek: "Der Beratungsbedarf ist enorm hoch - problematisch für die Kunden ist oftmals die Abgebrühtheit der Reiseveranstalter und Fluggesellschaften. Eine Entwicklung die schon vor Corona bei Insolvenzen (Air Berlin, Thomas Cook) zutage getreten ist. Auch jetzt bieten wenige Reiseveranstalter Rückzahlungen für ausgefallene Reisen an - dort muss dringend etwas getan werden."

Zum Abschluss des virtuellen Treffens diskutierten Fraktionsmitglieder aus dem Hessischen Landtag, was zur Abmilderung der Corona-Folgen für die Verbraucher in Hessen getan werden kann - dies kann einen langen Prozess darstellen. (kku)+++


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