Kinder stecken die Köpfe zusammen, doch das ist im Moment gefährlich - Symbolbild: pixabay

FULDA Kinder "einfach" zuhause lassen?

Eine Mutter sorgt sich: "Warum wird der Unterricht nicht ausgesetzt?"

28.03.21 - Eine offenbar verzweifelte Mutter hat sich am Samstag per Mail an die Redaktion gewandt. Sie sorgt sich angesichts der hohen und weiter noch ansteigenden Inzidenzzahlen im Landkreis Fulda um die Gesundheit ihrer beiden Schulkinder, die nach wie vor zum Unterricht müssen. Sie schreibt:

"Hallo liebes ON - Team,

ich bin Mutter zweier Kinder, eines davon in einer Grundschule in Fulda. Ich schreibe, weil ich verärgert, wütend und auch ein bisschen verzweifelt bin, dass es für die Grundschulkinder in Fulda bei den relativ hohen Inzidenzen weiterhin die Präsenzpflicht an den Schulen gibt. Während andere hessische Landkreise, wie z.B. Gießen in der nächsten Woche in Grundschulen (auch schon bei einer deutlich geringeren Inzidenzen als hier in Fulda) den Präsenzunterricht aussetzen, ist hier nicht einmal die Präsenzpflicht aufgehoben. Wie kann das sein?

Ich weiß, dass dieses Thema einige Eltern beschäftigt und habe auch schon gehört, dass manche Eltern in dieser Situation planen, ihre Kinder "einfach" zu Hause zu lassen. Aber ist das der richtige Weg und ein gutes Signal an unsere Kinder? 

Vielleicht wäre es, auch aus Ihrer Sicht, einen Artikel bei O|N wert?! Ich würde mich freuen, wenn dieses Thema  Aufmerksamkeit bekommen würde und vielleicht die Verantwortlichen zum Handeln bewegen würde. Ich weiß, es ist Wochenende, aber vielleicht gibt es ja unter ihren Journalisten jemanden, den dieses Thema auch bewegt und kurzfristig Lust und Zeit hat, darüber zu schreiben?" Soweit der Brief der Mutter.

Tatsächlich hatten wir am Mittwoch dieser Woche gemeldet, dass es im Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg wegen der weiter stark steigenden Infektionszahlen anders gehandhabt wird: der Landkreis hatte dazu eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die am Donnerstag, 25. März, in Kraft trat. Bis einschließlich 16. April werden dort die Kindertagesstätten sowie die Schulen im Landkreis für die Jahrgänge 1 bis 6 geschlossen. Eine Notbetreuung ist in allen Einrichtungen sichergestellt (gilt für die Schulen nicht während den hessischen Osterferien). Darauf hatten sich die Mitglieder des Verwaltungsstabs des Landkreises in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt geeinigt.

Unberührt bleiben die Abschlussklassen, die weiterhin in Präsenz unterrichtet werden sollen. Für die übrigen Schuljahrgänge haben Landrat Dr. Michael Koch und Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts eine dringende Empfehlung zur Nutzung von Distanzunterricht ausgesprochen: "Diese Möglichkeit sollte unbedingt überall dort in Anspruch genommen werden, wo sie infrage kommt. Es gilt, in der aktuellen Situation jegliche Kontakte auf das Minimum zu beschränken."

Gilt das nicht für die anderen Kreise auch? Für viele Eltern ist es zur Zeit mit Ängsten behaftet, ihr Kind in die Schule zu schicken. Es bleibt abzuwarten, ob und wie der Landkreis Fulda auf die aktuelle Lage reagiert. (ci)+++


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