Kein Mensch weit und breit in der Alsfelder Innenstadt. - Fotos: Luisa Diegel

ALSFELD Ein Spaziergang durch die Altstadt

Gespenstische Innenstadt statt satter Umsätze

30.03.21 - Montag, 29. März - ein neuer Wochenstart im schier endlosen Lockdown. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, doch die Stimmung in der Alsfelder Innenstadt ist getrübt. Denn ab heute sind die Geschäfte wieder geschlossen und die Stadtmitte ist gespenstisch leer. Lediglich eine kurze Schlange vor dem Bäcker und dem Metzger ist zu sehen. Ansonsten: gähnende Leere.

Das Wetter könnte für Ende März nicht besser sein: 18 Grad und Sonnenschein. Perfekt für ein Mittagsessen beim Lieblingsitaliener im Freien oder einem Eisbecher auf dem Marktplatz. Doch das scheint derzeit alles so weit weg. Dort, wo im vergangenen Sommer noch die Tische und Sonnenschirme ausgebreitet waren, ist aktuell nichts mehr von diesem unbeschwerten Leben zu sehen. Schilder auf den Türen der einzelnen Lokale zeigen: Speisen gibt es aktuell nur zum Mitnehmen, das Eis nur über Straßenverkauf.

Das Lokal "Zum Pranger" bietet derzeit nur Speisen zum Mitnehmen an.

Auch der "Kartoffelsack" hat zu.

Wo sonst bei diesem Wetter alles voller Tische und Stühle steht, ist nun gähnende ...

Zurück zu Click-and-Collect

Im Einzelhandel sieht es nicht anders aus: Vergangene Woche konnten Shoppinglustige noch über einen Termin in den Laden, die Sachen anprobieren und vor Ort kaufen. Doch Hessen hat sich entschieden, ab dieser Woche den Weg zurück zu Click-and-Collect zu gehen. Heißt für Alsfeld und alle anderen hessischen Innenstädte: geschlossene Türen am Montagmorgen. Ein paar Verkäufer sind jedoch im Laden, um Kunden die bestellte Ware an der Tür in die Hand zu drücken. Das war's aber auch schon. Die meisten bleiben allerdings Zuhause. Für viele Läden könnte das in naher Zukunft schon ihre Existenz kosten.

Die Lager der Läden sind voll mit Wintersachen.

Die Geschäfte werben mit Rabatten und Schnäppchen. Kein Wunder: Die Läden sind voll mit Winterware, die seit vier Monaten nicht verkauft werden konnte. Das heißt im Umkehrschluss: Für Sommerware ist wenig bis gar kein Platz. Dazu kommt die Ungewissheit, wie und wann überhaupt Sommerware an den Mann gebracht werden kann.

Denn die Zahlen und die derzeit stetig steigenden Inzidenzwerte in den verschiedenen Landkreisen versprechen nichts Gutes. Perspektive für Einzelhändler und Gastronomen gibt es keine. 

Wie sehen die Innenstädte dann nach Corona aus? Wer schafft es, diese Krise zu überwinden? In Alsfeld gibt es aktuell einige Läden - speziell in der Obergasse - die bereits leer stehen. Das war allerdings auch schon vor Corona so. Doch Hoffnung auf Besserung macht dies definitiv nicht. 

Die Mainzer Gasse in Alsfeld.

Einige Geschäfte stehen in der Innenstadt derzeit leer.

"Die Gedanken sind frei"

Corona hin - Corona her, auf eines ist in Alsfeld Verlass: Um elf Uhr läuteten die Glocken der Walpurgiskirche. Dieses Mal mit den Klängen zum Lied "Die Gedanken sind frei". (Luisa Diegel) +++


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