Auch das Fuldaer Entsorgungsunternehmen Knettenbrech+Gurdulic hat während der Pandemie viel zu tun - Archivbilder: O|N

FULDA Abfallwirtschaft im Landkreis

Mehr illegaler Schrott in der Natur: Müllabfuhr in Zeiten von Corona

30.03.21 - Die Coronakrise und der damit verbundene Lockdown wirken sich enorm auf fast alle Bereiche der Wirtschaft aus. Auch die Abfallwirtschaft ist davon betroffen. Während der Gewerbeabfall nach Schätzungen der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) in der Bundesrepublik um 3,90 bis 5,58 Millionen Tonnen sank, stieg insbesondere der Verpackungs- sowie Sperrmüll in Privathaushalten.

Über mangelnde Arbeit kann sich auch das Fuldaer Entsorgungsunternehmen Knettenbrech + Gurdulic nicht beklagen. Der Restabfall sei weitgehend gleich geblieben, erklärt Jesse Eschke vom Unternehmen im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS. "Dafür haben wir im Bereich Papier und Leichtverpackungen stellenweise bis zu 20 Prozent mehr Müll abzutransportieren." Seit Beginn der Pandemie sei dies bis jetzt gleich geblieben. "Die Leute bestellen wesentlich häufiger online. Die Sachen kommen im großen Umkarton und stecken meist in einer weiteren Pappe. Dazwischen gibt es viel Füllmaterial. Das wird natürlich alles weggeworfen." Hinzu kämen beispielsweise Verpackungen von gelieferten Speisen.

Die Menschen haben sich von Allerlei getrennt

In der Fuldaer Pacelliallee stapelte sich Ende 2020 der Sperrmüll

Noch deutlicher allerdings wäre die Sperrmüllmenge gestiegen, erklärt der Fachmann. "Die Menschen haben die Zeit während der Pandemie genutzt, um ordentlich auszumisten. Das haben wir als Entsorgungsunternehmen massiv gespürt." Generell habe Knettenbrech + Gurdulic seit Beginn der Viruskrise mehr zu tun. "Die Ladevorgänge und damit auch die Abfahrten dauern länger, zum Teil mussten weitere Wagen eingesetzt werden."

Ein Ende des Mehraufkommens an Müll ist für Eschke bisher nicht abzusehen. "Solange die Leute weiter zuhause sind, wird sich daran wahrscheinlich nicht so schnell etwas ändern."

Mehr "wilder" Müll

Einfach in der Natur entsorgt

Wie die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft erklärt, habe seit dem vergangenen Jahr auch die illegale Müllentsorgung zugenommen. Alte Autoreifen, Elektrogeräte oder Fensterscheiben: vieles findet mittlerweile den Weg in die Natur, obwohl dafür mitunter hohe Strafen drohen. (mr) +++


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