Alsfeld hat nun die Chance, in einem verantworteten Versuch zu zeigen, dass es in so einer schwierigen Zeit gelingen kann, durch ein durchdachtes Konzept das Leben in die Innenstadt zurückzubringen. - Symbolbild: O|N / Luisa Diegel

ALSFELD Kommentar von Luisa Diegel

Modellstadt in Zeiten von steigender Inzidenz? Ja, mit durchdachtem Konzept!

01.04.21 - In Alsfeld kehrt schon bald wieder ein Stück Normalität zurück. Am Dienstag hatte Ministerpräsident Volker Bouffier die Stadt als Modellkommune ernannt. Heißt: Dass mit einem Konzept der Einzelhandel in den Tagen nach Ostern wieder öffnen darf. Das Land Hessen hat damit - trotz steigender Inzidenzen - die richtige Entscheidung getroffen. Ein wichtiges Signal, dass die Politik nicht weiter die Augen vor den Existenznöten vieler verschließt. 

O|N-Redakteurin Luisa Diegel.

Nachdem sich die Corona-Situation vor ein paar Wochen wieder etwas beruhigt hatte, steigen die Zahlen in den vergangenen Tagen wieder stetig an. Viele fragen sich, ob wir nicht schnellstens zurück zu einem harten Lockdown müssen.

Das Land Hessen hat diese Frage mit den vorgestellten Modellregionen Alsfeld, Baunatal und Dieburg ganz klar mit Nein beantwortet. Damit setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen und macht Hoffnung, dass schon bald weitere Städte und Kommunen folgen könnten. 

Stadt nimmt ihre Aufgabe ernst

Dennoch fragen sich viele, ob in Zeiten steigender Inzidenzen und täglichen Warnungen von Intensivmedizinern verantwortet werden kann, jetzt genau das Gegenteil zu machen? Ja, man kann. Und zwar mit einem ausgeklügeltem System, das keine Fragen offen lässt. 

Denn die drei auserwählten Städte haben bereits ein Konzept vorgelegt, mit dem dies funktionieren kann. Die Städte wissen, worauf sie sich einlassen und auch, dass es ein gewisses Risiko mit sich bringt. Aber dafür hat die hessische Landesregierung gewisse Kriterien beschlossen, um im Falle der Fälle die Notbremse zu ziehen. Macht das Gesundheitsamt beispielsweise nicht mehr mit, wird das Projekt abgebrochen. Genauso bei einer Inzidenz von über 200 oder wenn Testkapazitäten nicht mehr eingehalten werden.

Während die Gastronomie noch zu bleiben muss...

... wird die Mainzer Gasse in der Innenstadt schon bald wieder mit Leben gefüllt. ...

Die Schilder auf den Türen der Geschäfte gehören schon bald der Vergangenheit an. ...

Alsfeld liegt mit einer Inzidenz von 60 deutlich unter dem kritischen Wert und hat ein durchdachtes Konzept eingereicht, was sich von etlichen Bewerbungen abheben und durchsetzten konnte.

Mit dem Gedanken, erst einmal nur den Einzelhandel zu öffnen, hat die Stadt bewiesen, dass es mit der Bewerbung nicht nur darum ging, einen Umweg zu finden, um aus den Herausforderungen der Pandemie herauszukommen. Die Stadt Alsfeld hat damit gezeigt, dass sie ihre Aufgabe ernst nimmt. 

Sicherheit geht vor Schnelligkeit

Wie Bürgermeister Stephan Paule im OSTHESSEN|NEWS-Gespräch gesagt hat: "Sicherheit geht vor Schnelligkeit". Natürlich wäre es schön gewesen, wenn auch die Gastronomie am 8. April ebenfalls wieder geöffnet hätte. Doch die ernannten Modellstädte haben jetzt Vorbildcharakter, es wäre fatal, wenns schiefgeht. Alsfeld sollte sehen, wie der Versuch, ein wenig Normalität in die Stadt zurückzubekommen, läuft. "Wenn das Modell zeigt, dass es tragfähig ist, können wir weiter schauen", bringt es Paule richtig auf den Punkt. 

Alsfeld hat nun die Chance, in einem verantworteten Versuch zu zeigen, dass es in so einer schwierigen Zeit gelingen kann, durch ein durchdachtes Konzept das Leben in die Innenstadt zurückzubringen. Ich bin mir sicher: Die Stadt wird diese Chance auch nutzen. (Luisa Diegel) +++


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