Seit gut sechs Monaten sind beide Osthessen schon unterwegs. Dabei sind viele imposante Momente entstanden. - Fotos: Joshua Steinberg / Joana Breitbart

HAUNETAL / WELTWEIT Rückkehr nach Deutschland noch unklar

Mit dem Motorrad durch die Welt: Paar lebt derzeit ihren Lebenstraum

02.04.21 - Vom Haunetal (Kreis Hersfeld-Rotenburg) nach Nairobi (Kenia): Diesen Weg haben in den vergangenen sechs Monaten Joana Breitbart und Joshua Steinberg auf sich genommen - mit dem Motorrad. Eine Reise ohne Luxus und fast komplett auf sich allein gestellt. Im OSTHESSEN|NEWS-Interview schildern beide ihre eindrücklichsten Erlebnisse und warum die momentan schwierige Corona-Situation auch Vorteile mit sich bringt.

"Wir sind vor gut sechs Monaten in unserer Heimat aufgebrochen, trotz der Corona-Lage. Allerdings hatten wir die Reise bereits über ein Jahr geplant und deshalb wollten wir sie nicht verschieben und das war bis hierhin auch kein Fehler", erklären Breitbart und Steinberg unisono. Im Jahr 2013 war Steinberg schon einmal durch Afrika gereist, vor knapp fünf Jahren ist das Paar in Südamerika gewesen - Erfahrung mit außergewöhnlichen Reisen haben die beiden Haunetaler also genügend.

Willkommenskultur etwas ganz Besonderes


Momentan sind die beiden nach Stationen in Europa, Tunesien, Ägypten und dem Sudan in Kenia. In der Hauptstadt Nairobi warten derzeit beide auf ihre Corona-Impfung mit dem russischen Impfstoff Sputnik V: "Das war alles sehr unkompliziert - wir haben uns angemeldet und prompt haben wir in drei Tagen unseren Impf-Termin. Hier wird man als Tourist gleich behandelt wie die Einheimischen. Diese Willkommenskultur in Afrika ist etwas ganz Besonderes", erklärt Steinberg.

Doch es gibt auch negative Aspekte der Reise: neben den strengen Grenzkontrollen mit einem notwendigen PCR-Test (im Durchschnitt 70 Euro) sind vor allem die politischen Probleme in Afrika allgegenwärtig: "Vom Sudan wollten wir eigentlich über Äthiopien nach Kenia fahren - dort herrscht allerdings seit einigen Monaten Bürgerkrieg. Aufgrund der eindringlichen Warnungen seitens des sudanischen Militärs sind wir dann nach Kenia geflogen. Trotz einer enormen Belastung für die Reisekasse gehen die Sicherheit und die Gesundheit natürlich vor."

Kontakt in die Heimat reißt nicht ab


Dennoch blicken beide mit Freude auf die vergangenen sechs Monate zurück: "Wir haben tolle und gastfreundliche Menschen kennengelernt, haben eine tolle Zeit auf unseren Motorrädern verbracht und einzigartige Momente erlebt, obgleich manchmal einen auch Sehnsucht nach der Heimat packt", ergänzt Breitbart. Besonders erfreut ist Erzieherin Joana Breitbart, dass Briefe und Video-Telefonate den Kontakt nach Deutschland nicht abreißen lassen.

Genaue Planungen, wann die beiden wieder in Deutschland seien wollen, gibt es noch nicht. Allerdings wollen sie bis spätestens August 2022 wieder in der Heimat sein. Ihre konkrete Weiterreise ist aufgrund der momentanen Corona-Situation ebenfalls noch offen - bislang steht nur der Plan, zunächst bis nach Südafrika zu kommen: "Bis Südafrika wollen wir auf jeden Fall mit unseren Motorrädern, danach wollten wir mit einem Frachter oder Segelschiff nach Asien, aufgrund der strengen Regeln ist dies allerdings momentan nicht möglich. Wann und wie wir nach Asien kommen, steht derzeit noch ein wenig in den Sternen."

Neben ihren eindrücklichen und besonderen Erlebnissen schildern die beiden auch ihr soziales Engagement. Beispielsweise unterstützen sie ein Waisenhaus in Kenia, das durch fehlende Touristen finanziell stark gelitten hat. Weitere Informationen zur Reise findet man unter: www.wetzlosweltwärts.de (Kevin Kunze) +++


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