Caritas-Diözesandirektor Dr. Markus Juch, Regionalverbands-Geschäftsführerin Susanne Saradj und Vorstandsmitglied Ansgar Erb. - Foto: Caritas Fulda

FULDA Neue Aktionen geplant

Bilanz: CaritasHotTruck half vielen Menschen durch den Winter

03.04.21 - Neugierige Blicke hat er in den vergangenen Wintermonaten immer wieder auf sich gezogen: Der CaritasHotTruck war unter der Woche täglich in der Fuldaer Innenstadt zu finden, wechselnd an der Stadtpfarrkirche oder am Haus Jakobsbrunnen. Und er brachte leckere warme Speisen mit, die an Bedürftige verteilt wurden. Am Mittwoch fuhr der schwarze Truck mit der markanten roten Beschriftung vorerst zum letzten Mal vor, wird aber sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Essensausgabe am Caritas-Hot-Truck

"Wir wollten in der kalten Jahreszeit eine Anlaufstelle für Wohnungslose schaffen und ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind. Das ist uns mit dem HotTruck sehr gut gelungen", resümiert Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. In Zeiten der Corona-Pandemie sei dieser fahrende Tresen der Caritas quasi die einzige Ausgabestelle für ein warmes Mittagessen für die Bedürftigen gewesen – alle übrigen Angebote waren eingestellt worden.

Mahlzeit mit Begegnung

Der Grund für den Besuch des Caritas-Angebotes sei aber nicht nur die Mahlzeit gewesen, sondern auch die Begegnung. Kunden und Helfer kamen miteinander – selbstverständlich nur mit Maske und auf Abstand – ins Gespräch, tauschten sich über Sorgen und Nöte aus und konnten gemeinsam über das eine oder andere lachen. Gerade in der Zeit der Pandemie ist dies umso wichtiger, um sozialer Isolation zu entgegenzuwirken.

Entstanden war die Idee zum HotTruck in enger Zusammenarbeit des Caritasverbandes für die Diözese Fulda mit dem örtlichen Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa sowie der Innenstadtpfarrei um Pfarrer Stefan Buß. H-O-T steht für "Hilfsbereit", "Offen", "Täglich" – und natürlich für warme Speisen und seelische Wärme in der einsamen Zeit.

Schnell war ein Food-Truck von Nelles Catering gemietet, die Vinzentinerinnen erklärten sich bereit, die täglich zwischen 70 und 80 Portionen zuzubereiten, und Helfer für die Essensausgabe waren gefunden. Am 30. November 2020 fiel dann der Startschuss. "Die Portionen waren jeden Tag leer. Nun, am Ende der Aktion, haben wir mehr als 5.800 Essen verteilt. Das ist schon eine Hausnummer", weiß Susanne Saradj, Geschäftsführerin des Regional-Caritasverbandes. Einen weiteren positiven Effekt habe die Präsenz des auffallenden HotTrucks: Die Arbeit der Caritas erlangte in der Bevölkerung mehr Aufmerksamkeit – und viele wollten auch helfen. Sowohl Sachspenden als auch finanzielle Zuwendungen erreichten die Verantwortlichen im Zuge des Angebots. Somit wurde auch die Ausgabe von Masken, Hygieneartikeln und Co. möglich gemacht. Der besondere Dank von Caritasdirektor Juch und Caritas-Vorstandsmitglied Ansgar Erb richtet sich an die Haupt- und Ehrenamtlichen Helfer, die bei Wind und Wetter unermüdlichen Einsatz am HotTruck gezeigt haben.

Abschluss mit Oster-Schokolade

Zum Abschluss des HotTruck-Angebotes hatte die Caritas nun zusätzlich Ostertüten gepackt. Und diese stießen auf große Freude. Mit Schoko-Osterhasen, Masken und weiteren Geschenken bestückt wurden sie an die Besucher verteilt. Am 10. April um 18 Uhr hält Stadtpfarrer Stefan Buß, der die Aktion von Beginn an rege unterstützt hatte, zudem einen Dankgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Auch nach der gemeinsamen Aktion wird die Caritas in engem Austausch mit Buß bleiben, um Bedürftige in Fulda zu unterstützen.

Mit dem Ende der Aktion endet aber selbstverständlich nicht die Hilfe der Caritas für die Wohnungslosen. Ab Mai wird es einmal wöchentlich eine Essensausgabe am Haus Jakobsbrunnen geben. Im angeschlossenen Garten hatte es bereits im vergangenen Jahr ein solches Angebot gegeben, an welches nun angeknüpft wird. Das leckere Mittagessen kommt weiterhin aus der Küche der Vinzentinerinnen.

"Wir lassen die Bedürftigen auch nach dem Winter nicht alleine und wollen mit der neuen Aktion einen weiteren Ort der Begegnung schaffen", sagt Saradj. Der Fuldaer Caritasdirektor Juch freut sich, dass damit weiterhin der Sozialkontakt aufrechterhalten werden kann: "Es wird sicher wieder viele interessante Gespräche geben. Für uns steht es an erster Stelle, die Nöte der Menschen zu hören und ihnen in jeder Situation mit unseren Hilfsangeboten zur Seite zu stehen." Neben der Essensausgabe unterstützt die Caritas Bedürftige mit zahlreichen Angeboten, nämlich einem Wohnheim, betreutem Wohnen, einer Tagesstätte mit Beratung und dem Kleidermarkt. (pm) +++


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