Bald ist wieder ein bekannter und beliebter Frühlingsvogel mit seinem unverwechselbaren Ruf zu hören... - Symbolbild: Pixabay

REGION Gefiederte Aktion des NABU

Jetzt bitte schön die Ohren spitzen: Wann kommt der Kuckuck?

04.04.21 - Bald ist wieder ein bekannter und beliebter Frühlingsvogel mit seinem unverwechselbaren Ruf zu hören: der Kuckuck. "Um mehr darüber zu erfahren, wie sich der Langstreckenzieher dem Klimawandel anpasst, bitten wir alle Naturfreund:innen, die ersten Kuckuckrufe im Frühling zu melden", erläutert Gerhard Eppler, Landesvorsitzender des NABU Hessen, das Ziel des Aufrufs.

Meldungen können direkt auf der Webseite www.kuckuck-hessen.de abgegeben werden. "Da der Kuckuck auch vom Balkon aus oder im Garten zu hören ist, kann man sich selbst in Coronazeiten problemlos an der NABU-Aktion beteiligen", so Eppler.

Viele Frühlingsvögel treffen aufgrund der Klimaerwärmung immer zeitiger in Hessen ein. So sind die Weißstörche bereits am Brüten. Beim Kuckuck, der als Langstreckenzieher in Afrika überwintert, wird bislang angenommen, dass er seine Ankunftszeit noch nicht an den Klimawandel angepasst hat. Sein unverwechselbarer Ruf ist meist erst im Laufe des Aprils bei uns zu hören. Viele Wirtsvögel des Kuckucks, wie zum Beispiel Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Zaunkönig, Bachstelze und Teichrohrsänger, beginnen jedoch immer früher mit ihrer Brut. Wenn der Kuckuck hier eintrifft, sind die ersten Eier oft schon gelegt.

Wo Eier "untergeschoben" werden


"Für die Kuckucksweibchen wird es immer schwieriger, ihre Eier erfolgreich den zukünftigen ‚Zieheltern‘ unterzuschieben", erläutert Eppler. Sie sind auf Wirte angewiesen, die ganz am Anfang ihrer Brut stehen, damit der junge Kuckuck möglichst als Erster schlüpft und noch die Eier oder Jungvögel seiner Zieheltern über den Nestrand schieben kann.

Mit der langfristig angelegten Aktion "Wann kommt der Kuckuck?" möchte der NABU Hessen herausfinden, wie der Kuckuck auf die veränderten Lebensbedingungen durch den Klimawandel langfristig reagiert. Der Lebensraumverlust durch immer strukturärmere Landschaften wird künftig nicht sein einziges Problem sein. Um sich erfolgreich fortzupflanzen, ist es für den Kuckuck wichtig, sich genau auf das Brutgeschehen seiner Wirtsvögel abzustimmen. Dieses sensible Gefüge kann durch die Klimaerwärmung gestört werden. (pm) +++


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