Eine erste Machbarkeitsstudie zur Phosphorrückgewinnung in Schlitz kam zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben wirtschaftlich darstellbar ist. - Symbolbild: Pixabay

SCHLITZ "Große Relevanz"

Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm: Versuch wird unterstützt

22.04.21 - "Die Stadt Schlitz wird gemeinsam mit benachbarten Gemeinden ein regionales Konzept zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm entwickeln. In interkommunaler Zusammenarbeit tragen so die Gemeinden zur Ressourcenschonung bei und werden vom Umweltministerium mit knapp 43.000 Euro unterstützt", teilte Umweltministerin Priska Hinz mit.

Eine erste Machbarkeitsstudie zur Phosphorrückgewinnung in Schlitz kam zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben wirtschaftlich darstellbar ist. Diese ersten Untersuchungen haben aber auch gezeigt, dass es in der Region Vogelsberg eine auf natürliche Weise in der Erde entstandene Vorbelastung mit Nickel gibt, die sich im Klärschlamm wiederfindet. Eine herkömmliche thermische Behandlung der Klärschlämme wird deshalb voraussichtlich nicht ausreichen, um den Schwermetallgehalt zu verringern. Um aus diesen Klärschlämmen Düngemittel herzustellen, bedarf es einer besonderen Anlagentechnik. Das hessische Umweltministerium fördert nun einen großtechnischen Versuch, um zu klären, ob die sogenannte Drehrohr-Technologie dafür infrage kommt.

"Die Phosphorrückgewinnung ist von großer Relevanz, denn Phosphor ist ein für alle Lebewesen notwendiges Element. Der Nährstoff ist essenziell für das Pflanzenwachstum und die Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung, deshalb wird der Stoff zum Düngen verwendet. Weltweit werden die Phosphor-Vorräte knapper und für die Düngung gibt es keine alternativen Stoffe. Ein Großteil der Klärschlämme wird derzeit allerdings verbrannt, ohne dass der darin enthaltene Phosphor genutzt wird. Teilweise werden Klärschlämme zum Düngen genutzt, dies kann jedoch schädlich für Verbraucher, Boden und Gewässer sein, da die Klärschlämme andere Schadstoffe wie Arzneimittelrückstände enthalten können.

Mit der Phosphorrückgewinnung wird der wichtige Stoff für die Düngung aus dem Klärschlamm gewonnen und von Schadstoffen getrennt.  Mit Inkrafttreten der Klärschlammverordnung im Jahr 2017 wurde erstmals die Pflicht zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm eingeführt. Der Weg zum Phosphorrecycling ist aber sehr anspruchsvoll. Deshalb fördern wir die Entwicklung von regionalen Lösungskonzepten", ergänzte Ministerin Hinz. (pm) +++


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