Stadtpfarrer Stefan Buß und die Kirchengemeinde der Innenstadtpfarrei sind für diesen liebenswerten, bescheidenen Menschen zutiefst dankbar und nehmen traurig von ihm Abschied. - Foto: privat

FULDA "Hinterlässt tiefe Spuren"

Innenstadtpfarrei Fulda trauert um Sturmius Feuerstein

22.04.21 - Traurige Nachrichten aus der Innenstadtpfarrei Fulda: Diese teilt mit, dass Sturmius Feuerstein im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Er bleibt durch sein großes Engagement in der ehemaligen Dom- und der ehemaligen Stadtpfarrei in Erinnerung und hinterlässt tiefe Spuren.

Als 18-Jähriger gründete Sturmius Feuerstein in der Dompfarrei einen Singekreis mit über 50 Jugendlichen. In der Christmette 1954 konnte der Chor erstmals öffentlich sein Können zeigen. Neben der Singekreisleitung versah Sturmius Feuerstein den Orgeldienst in der Jugendmesse und in der Jugendkomplet. Gleichzeitig hatte er für mehrere Jahre das Amt des Pfarrjugendführers inne und war als Vertreter des BDKJ im Stadtdekanat Fulda einige Jahre Vorsitzender des Stadtjugendrings.

Herausragendes Engagement

1963 wurde sein Singekreis in den Dompfarrchor St. Simplizius umgewandelt. Feuerstein führte den Chor in der Folgezeit zu einem beachtlichen Niveau. Das zeigte sich bei den musikalisch gestalteten Pfarrgottesdiensten und auch bei den jährlichen hervorragenden Konzerten im Dom. Palestrina, Schütz, Mozart, Händel, Bach, Haydn, Mendelsohn, Reger, Peeters, Schröder u.v.a. gehörten zum Repertoire des Dompfarrchores. Auch Chorwerke mit Orchesterbegleitung leitete Sturmius Feuerstein mit großem Musikverständnis.

Es lag ihm aber auch am Herzen, die Forderungen, die durch die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils an die Kirchenmusik gestellt wurden, in seine Chorarbeit einzubeziehen. Dafür rief er eine Schola ins Leben, und er selbst sang mit seiner hellen Tenorstimme als Kantor häufig sonntags im Pfarrgottesdienst. Zu seinem 60. Geburtstag 1994 ehrte ihn Erzbischof Dyba dafür mit der Ernennung zum Domkantor.

Als Mann der ersten Stunde engagierte sich Sturmius Feuerstein über 28 Jahre im Pfarrgemeinderat, wo er sich nicht nur im Liturgieausschuss besonders einsetzte.

Chorleiter und Dirigent

Von 1961 bis 1967 leitete Sturmius Feuerstein auch den Hl. Geist Chor, der dann in den Dompfarrchor integriert wurde. 1967 übernahm er den Kirchenchor der jungen St. Paulusgemeinde in Ziehers-Nord. 27 Jahre war er dort ein eifriger und überaus geschätzter Dirigent.

Mit dem 1979 in der Dompfarrei von ihm gegründeten Kinder- und Jugendchor verlieh er 17 Jahre lang den Familiengottesdiensten Schwung. Zu dieser Zeit führte er im Ehrenamt drei Chöre neben seiner beruflich engagierten Tätigkeit als Lehrer an der Sturmiusschule.

1998 legte er aus Gesundheitsgründen offiziell die Leitung des Dompfarrchores nieder, führte den Chor aber bis zur Findung eines Nachfolgers noch zwei Jahre als Ehrendirigent weiter. Immer bereit zu helfen, leitete er von 2003 bis 2015 auf Bitte des Stadtpfarrchores St. Blasius noch zwölf Jahre diesen Chor. Mit 80 Jahren beendete er 2015 nach seinem letzten Dirigat am Ostersonntag mit dem glanzvollen Halleluja von Händel seine einzigartige und einmalige Dirigententätigkeit.

Stadtpfarrer Stefan Buß und die Kirchengemeinde der Innenstadtpfarrei sind für diesen liebenswerten, bescheidenen Menschen zutiefst dankbar und nehmen traurig von ihm Abschied. Die himmlischen Heerscharen aber freuen sich über den Zuwachs eines überaus begabten und engagierten Musikers. (pm) +++


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