Michael Franz, Physiotherapeut und Inhaber von Zentrum Mensch, behandelt selbst vermehrt Patienten mit Haltungsschäden. - Archivfotos ON

EICHENZELL Physiotherapeut gibt Tipps

Haltungsschäden durch Homeoffice? Machen Sie es sich nur nicht zu bequem!

22.04.21 - Deutschland hat Rücken! Das Volksleiden hält sich hartnäckig und wurde durch den Corona-Lockdown und die damit verbundene Umstellung auf Homeoffice bei vielen Menschen sogar noch verstärkt. Auch Physiotherapeuten behandeln vermehrt Patienten mit Haltungsschäden. OSTHESSEN|NEWS hat mit Michael Franz von Zentrum Mensch mit Standorten in Eichenzell und Fulda gesprochen. Wir haben nachgefragt, was gegen das Leiden hilft.
 
Der Griff an den Nacken oder den Lendenwirbel gehört für viele Menschen inzwischen zum Arbeitsalltag. Deutschland ist seit jeher ein Land der Haltungsschäden, das vermehrte Homeoffice hat diesen Trend weiter verstärkt. "Wir haben viele Patienten, die schon vor Corona bei uns wegen Haltungsschäden in Behandlung waren. Durch Homeoffice & Co. klagen sie jetzt über eine Verschlechterung ihres Zustands", erzählt Franz.

In der Regelmäßigkeit liegt die Kraft

Die Nachfrage nach Terminen in der Physio-Praxis ist hoch.

Neben dem Homeoffice ist dafür auch das fehlende Training aufgrund geschlossener Fitnessstudios verantwortlich – und das schlechte Aprilwetter. "Das unbeständige Wetter hält sicher den ein oder anderen davon ab, sich draußen zu bewegen. Dabei ist gerade das enorm wichtig", erklärt der Physiotherapeut.  
 
Denn viele Menschen machen es sich im Homeoffice einfach zu bequem. "Die typischen Gänge zur Kaffeemaschine oder zum Drucker, wie man sie aus dem Büro kennt, fallen oftmals einfach weg. Diese Kleinigkeiten können aber schon einen Unterschied machen", sagt Franz. Sein Motto lautet: In der Regelmäßigkeit liegt die Kraft. Nur wer sich regelmäßig bewege, beuge Haltungsschäden vor.

"Lümmeln ist erlaubt"

Dazu gehören auch Fitnessübungen für Zuhause - auch wenn man sich unsicher ist, ob die Übungen falsch ausgeführt, die Probleme nicht noch verstärken. "Im Normalfall merkt man selbst relativ schnell, ob sie einem guttun oder nicht und ob man etwas falsch macht. Nur wenn die Schmerzen schon während der Ausübung beginnen, sollte man unbedingt Rücksprache mit einem Experten halten", erklärt Franz. Grundsätzlich gelte: Lieber die Übungen ausprobieren, als gar nichts zu tun!
 
Bereits Kleinigkeiten können das Leben im Homeoffice also schon erleichtern. Eiserne Disziplin ist dafür gar nicht notwendig. Ganz im Gegenteil: "Man darf sich auch ruhig mal hinlümmeln, nur eben nicht den ganzen Tag", sagt Franz. Dann fällt auch das Arbeiten im Homeoffice ganz sicher deutlich leichter. (fh) +++


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