Laufender Kredit, wenig auf der „hohen Kante“ – wenn die Corona-Pandemie dann etwa für Kurzarbeit sorgt, kann das private Finanzsystem schnell kollabieren. Durch externe Hilfe von der Caritas-Schuldnerberatung kann es womöglich gelingen, wieder aus der Defensive zu kommen… - Symbolbild: Pixabay

FULDA Aktionswoche bis zum 11. Juni

Schuldnerberatung wichtiger denn je - Bedarf an Beratung weiter gestiegen

08.06.21 - Deutlich mehr Menschen als vor Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 suchen Hilfe bei der Caritas-Schuldnerberatung – dieser Deutschland-weite Trend macht sich auch bei der Caritas im Bistum Fulda bemerkbar. So werden seit Ausbruch der Corona-Krise und ihren frappierenden wirtschaftlichen Folgen im Zuge der Lockdown bei den Anlaufstellen in Fulda, Kassel oder Marburg für die Beratungen vor Ort erhöht Anfragen für Ersttermine registriert. Und auch die digitale Hilfe der Caritas ist sehr gefragt: Die Schuldnerberatung ist laut einer Mitteilung des Deutschen Caritasverbandes das Online-Beratungsfeld mit den meisten Neuregistrierungen von Ratsuchenden in den vergangenen zwölf Monaten.

Aktuell melden sich pro Monat etwa 800 neue Ratsuchende für dieses Angebot an – zusätzlich zu den Kontakten, die in den Beratungsstellen vor Ort stattfinden.

Ungeachtet aber davon, ob in der Beratungsstelle oder virtuell – aufgrund der komplexen Materie sind die Gespräche meist zeitaufwendig und müssen mit großer Sorgfalt geführt werden. "Für viele Betroffenen, die unsere Schuldnerberatungen aufsuchen, ist die Verschuldung oft mehr als nur ein finanzielles Problem", unterstreicht Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. "Gute Beratung ist dabei unerlässlich, denn oft geht es um weitreichende Existenzsicherung und damit um eine ganz entscheidende positive Weichenstellung für die Zukunft!"

Die Kommunen sind daher gefragt, wenn es um die Finanzierung einer angemessenen personellen und materiellen Ausstattung der Schuldnerberatungsstellen geht. Das ist auch im Interesse der Kommunen selbst, konstatiert der Deutsche Caritasverband: Denn jeder Verschuldete, dem nicht gut geholfen werden kann, könne letztendlich eine zusätzliche Belastung für die Kommunen bei der Sozialhilfe werden.

Die gerade angelaufene Aktionswoche Schuldnerberatung findet dieses Jahr unter dem Motto "Der Mensch hinter den Schulden" statt. Die Aktionswoche wird veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV). In ihr haben sich Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege auf Bundesebene (Caritas, Diakonie, AWO, Parität, Deutsches Rotes Kreuz), der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung zusammengeschlossen. Zusammen betreiben diese Organisationen etwa 1.500 gemeinnützige Beratungsstellen bundesweit. Mehr Informationen: www.aktionswoche-schuldnerberatung.de. (pm)+++


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