Die Sitzung des Beirats der Menschen mit Behinderung fand online statt - Screenshot: Felix Hagemann

FULDA Was kann verbessert werden?

Breite Themenvielfalt bei Beiratssitzung der Menschen mit Behinderung

10.06.21 - Am Mittwochabend lud der Beirat der Menschen mit Behinderungen der Stadt Fulda zur Online-Sitzung ein. Neun Stimmberechtigte waren bei der über Microsoft-Teams ausgerichteten Sitzung anwesend. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung statistischer Daten über Menschen mit Behinderung in Fulda und der richtige und respektvolle Umgang mit ihnen. Außerdem soll die zeitraubende ehrenamtliche Arbeit des Beirates in Zukunft verringert werden.
 
Dafür sollen unter anderem die städtischen Mitarbeiter und Planer zum Thema Barrierefreiheit geschult werden, damit schon bei den ersten Planungen besser auf die Bedürfnisse der Behinderten eingangen werden kann, und der Beirat nicht sofort um Hilfe gebeten werden muss. "Wir wollen mit den Planern in einem konstruktiven Austausch die bestmögliche Lösung finden. Klar ist, dass in Detailfragen immer die betroffenen Menschen mit Behinderung hinzugezogen werden sollten. Doch die Vorplanungen könnten für uns reibungsloser vonstattengehen", sagte Lea Widmer, die Vorsitzende des Beirats. 

Fulda über dem Hessendurchschnitt 

Was im Detail gemacht werden könnte, soll in der nächsten Zeit erörtert werden. Zur Diskussion standen beispielsweise Blindenführungen auch für die städtischen Mitarbeiter oder Schulungen durch Menschen mit Behinderungen. Stadtbaurat Daniel Schreiner betonte aber, dass viele Planer bereits sensibilisiert seien und das Wissen möglicherweise aufgefrischt werden müsse. Hier dürfte es auch in Zukunft noch die ein oder andere Diskussion geben.
 
Auf einem anderen Gebiet herrscht zumindest etwas mehr Klarheit. Neue Statistiken weisen aus, dass es im Stadtgebiet Fulda rund 13 Prozent Menschen mit Schwerbehindertenausweis gibt. "Damit liegen wir in Fulda über dem hessenweiten Durchschnitt", sagte Widmer. Hinzu kommen rund sieben Prozent Menschen mit leichter Behinderung.

Mülltonnen versperren Gehwege 

Zu oft verstellen Mülltonnen den Weg. Für Rollstuhlfahrer gibt es kein Durchkommen ...

Gerade diese Zahlen machen noch einmal deutlich, wie wichtig ein respektvoller Umgang mit Menschen mit Behinderung ist. Was den Mitgliedern des Beirats in diesem Zusammenhang besonders sauer aufstieß, ist das Verhalten der Müllabfuhr. Oft würden die Tonnen nach dem Leeren einfach auf den Gehweg gestellt. Ein Durchkommen für Rollstuhlfahrer sei da unmöglich. Auch sind dem Beirat die fehlenden öffentlichen Wickelmöglichkeiten für schwerstpflegebedürftige Menschen sowie die zu oft abgeschlossenen Behindertentoiletten ein Dorn im Auge.

Zwar soll am Domplatz möglicherweise eine "Toilette für alle" mit Wickelmöglichkeit entstehen. Doch aus Sicht des Beirates sei das nicht ausreichend. "Ich denke, dass das zu wenig ist. Die Frage ist jetzt, wo kann man in der Stadt noch weitere Wickelmöglichkeiten zur Verfügung stellen", so Widmer.  
 
Über diese Probleme soll in den nächsten Wochen intensiv diskutiert und bei der nächsten Sitzung erste Lösungsvorschläge präsentiert werden. (fh)+++


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