Dreifach-Nachwuchs im Herbsteiner Storchennest - Fotos: Dieter Graulich

HERBSTEIN Nach Tragödie in der Osterwoche

Drei Storchenkinder im Jubiläumsjahr der Storchenchronik

12.06.21 - In der Osterwoche verunglückte der Herbsteiner Storchenmann so schwer, dass er eingeschläfert werden musste. Wir berichteten darüber. Ein schwerer Schlag, denn eigentlich sollte das Jahr 2021 zu einem kleinen Fest in der Herbsteiner Storchenchronik werden. Grund dafür: Im Herbst 2011 machten zum ersten Mal Störche für ein paar Tage Rast in der "Stadt auf dem Berge". Das zehnjährige Jubiläum bekam einen schweren Dämpfer.  

Der Futter bringende Vater hat sich durchgesetzt

Da der Storch beringt war, ließ sich seine Herkunft bestimmen. Er wurde am 8. Mai 2015 mit der Nummer DEW 4T246 in Niedergründau (Main-Kinzig-Kreis von Werner Peter beringt. Waren bis Ende 2015 alle in Herbstein fotografierten Störche unberingt, so tauchte zum ersten Mal 2016 ein beringter Storch auf. Und auch die nächsten Jahre wieder. Es ist deshalb zu vermuten, dass der Niedergründauer Storchenmann all die Jahre mit seiner Partnerin hier beheimatet war.

In diesem Jahr war er bereits am 18. Februar in Herbstein angekommen und seine Partnerin am 24. Februar. Seit dem 22. März wurde mit der Bebrütung der Eier begonnen. Diese wurde aber am Gründonnerstag eingestellt. Die bange Frage war nun: Wie geht es weiter? Am gleichen Tag wurde ein Storch auf der Rixfelder Storchenplattform beobachtet, der erste Annäherungsversuche an die Storchenwitwe machte und die auch erfolgreich verliefen.

Nach einiger Zeit sah man, dass gebrütet wurde und Anfang Juni schlüpfte die Brut. Deutlich war dies daran zu erkennen, dass die Störchin längere Zeit im Horst stand. Von den Jungen war da aber noch nichts zu sehen, denn es dauert eine gewisse Zeit, bis sie über den Nestrand blicken können. Viel Geduld ist erforderlich, bis endgültig feststeht, wie viele junge Störche geschlüpft sind. Erfreuliche Bilanz in Herbstein: drei Stück. Nach 2019 und dem Vorjahr hat die Herbsteiner Storchenfrau damit zum dritten Mal hintereinander gleich dreifachen Nachwuchs bekommen. Damit sind bis jetzt insgesamt 15 Jungstörche in der "Stadt auf dem Berge" geboren worden. 

Die Herbsteiner "Storchenchronik" geht inzwischen bis auf den September 2011 zurück, denn zu diesem Zeitpunkt machte ein junges Storchenpaar Rast in der Gemarkung Herbstein. Daraufhin entschloss sich die Vogel- und Naturschutzgruppe Herbstein im folgenden Jahr eine Storchenplattform aufzustellen. In 2012 leider erfolglos. 2013 wurde das Aufstellen dieser Plattform zunächst belohnt: Über mehrere Wochen benutzte ein Storch die Plattform als Wohnung. Doch leider war seine Suche nach einer geeigneten Partnerin erfolglos und er zog weiter. Seit April 2014 war der Horst dann regelmäßig besetzt und außer 2016 gab es regelmäßig Nachwuchs.

In der vergangenen Woche gab es am Horst in Herbstein noch ein besonderes Schauspiel zu beobachten, denn insgesamt drei Weißstörche umkreisten den Horst, in dem die Storchenfrau mit ihrem Nachwuchs war. Näherten sich die Störche dem Horst, setzte sie sich immer schützend auf ihre Jungen. Nach einiger Zeit war dann der Spuk vorüber und nur noch der Futter bringende Vater steuerte den Horst an. (Dieter Graulich)+++


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