- Symbolbild: O|N

REGION Mehrere tausend Euro verlangt

Cybersex: Junger Mann (21) von nackter Frau nach "Videochat" erpresst

16.06.21 - Viele Menschen sind tagtäglich im Internet unterwegs. Das nutzen auch Kriminelle, um mit verschiedenen Maschen Beute zu machen. Eine besonders perfide Vorgehensweise tritt immer wieder im Zusammenhang mit dem sogenannten "Sexting" auf. Nach "Sex-Chats" werden Internet-Nutzer hierbei Opfer von skrupellosen Erpressungen. Dazu nehmen die Täter unbemerkt Bilder oder Videos mit sexuellem Hintergrund von ihren Opfern auf und drohen damit, diese in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Auf diese Art erpressen die Gauner nicht selten Summen von mehreren tausend Euro.

Am vergangenen Freitag wurde ein 21-jähriger Mann aus dem Bereich Hofbieber Opfer dieser fiesen Masche. Der Mann wurde über eine Plattform der Sozialen Netzwerke vermutlich eher zufällig ausgewählt und kontaktiert. Nach einer kurzen Kennenlernphase schlug die Gesprächspartnerin einen privaten Videochat auf einer anderen Plattform vor, worauf sich der 21-Jährige einließ.

Dort entkleidete sich die Frau und forderte ihr Opfer auf, dies ebenfalls zu tun und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Nachdem der Mann der Aufforderung Folge geleistet hatte, wurde ihm unmittelbar angedroht, das der Video-Chat im Internet auf verschiedenen Plattformen verbreitet wird.

Junger Mann zahlte geringe Summe

Die Drohungen, mit der Aufforderung einen vierstelligen Betrag zu bezahlen, wiederholten sich. Der 21-Jährige zahlte eine geringere Summe und wurde im Anschluss zu weiteren Transaktionen in Höhe von mehreren tausend Euro aufgefordert. Nun informierte der Mann die Polizei.

Tipps der Polizei

In diesem Zusammenhang rät die Polizei: Wer sich auf den sogenannten Cybersex - eine Form der virtuellen Erotik - einlässt, sollte immer bedenken, dass das Gegenüber die Handlungen aufzeichnen kann. Niemals sollte Cybersex mit Unbekannten vollzogen werden. Auch ein bereits sehr freizügiger Chat in Unterwäsche kann zu einer Erpressung führen. Auch getätigte Zahlungen an die Täter sind keine Garantie dafür, dass diese nicht weitere Forderungen stellen.

Eltern sollten diesbezüglich das Gespräch mit ihren Kindern suchen und mit ihnen über die Gefahren von "Sexting" sprechen. Weitere Informationen zu Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sind zu finden unter www.digitalnative-hessen.de . Die Kampagne Digital Native ist eine Initiative des Polizeipräsidiums Osthessen in Kooperation mit dem Landkreis Fulda und dem Staatlichen Schulamt des Landkreises Fulda. Sie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, ihre Eltern und ihre Lehrkräfte. Sie thematisiert Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting und Hatespeech. (pm) +++


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