1,36 Millionen Euro aus Dorf- und Regionalentwicklung fließen in den Kreis - Fotos: privat

REGION "Unser Dorfleben erhalten"

1,36 Millionen Euro aus Dorf- und Regionalentwicklung fließen in den Kreis

18.06.21 - Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg wird noch ein Stückchen attraktiver: Mit der Förderbescheid-Übergabe für die Sanierung der Alten Schule im Neuensteiner Ortsteil Raboldshausen hat Landrat Dr. Michael Koch den Auftakt für zahlreiche Sanierungsprojekte in den Kommunen des Kreises gemacht.

Über das Dorfentwicklungs- und Regionalentwicklungsverfahren fließen 507.000 Euro in kommunale Maßnahmen im Landkreis. Auch private und kirchliche Maßnahmen werden gefördert: bisher wurden in diesem Jahr 36 Bewilligungen für Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit einem Zuschussvolumen von rund 860.000 Euro ausgesprochen.

Noch in diesem Jahr soll mit der Sanierung der Alten Schule in Raboldshausen, direkt gegenüber der Kirche gelegen, begonnen werden. Allerdings vorerst nur von außen – Bürgermeister Walter Glänzer betont den schlechten Zustand des denkmalgeschützten Fachwerkhauses: "Das Gebäude liegt an exponierter Stelle, wir wollen dieses Schmuckstück nicht verfallen lassen. Damit der für die Bürgerinnen und Bürger wichtige Treffpunkt mitten im Ort erhalten bleibt, müssen wir dringend tätig werden." Die Wohnungen im Inneren sollen in einem weiteren Schritt saniert werden, damit das Gebäude den neuesten energetischen Standards entspricht. Für die Sanierung der Fassade erhält die Gemeinde Neuenstein rund 76.000 Euro Förderung. Ein weiteres baufälliges Gebäude in Nähe zur Alten Schule will die Gemeinde, die seit 2020 Dorfentwicklungs-Förderschwerpunkt in Hessen ist, abreißen, um Parkflächen für Anwohnerinnen und Anwohner zu schaffen.

Landrat Dr. Michael Koch hat die bestehenden Förderprogramme als Riesenchance für die Kommunen des Landkreises bezeichnet: "Es geht nicht nur darum, die reine Bausubstanz in unseren Dörfern zu erhalten, sondern auch Leben in die Dorfgemeinschaften zu bringen. Das ist mit viel Arbeit verbunden, aber wenn alle Bewohnerinnen und Bewohner mit anpacken, bietet sich ein großer Mehrwert für unseren Landkreis."

Diese Projekte werden ebenfalls durch das Dorfentwicklungsverfahren gefördert:

Neue Dorfmittelpunkte in Rautenhausen und Breitenbach (Bebra)

Drei Projekte der Dorfentwicklung entfallen aktuell auf die Stadt Bebra und ihre Ortsteile. Auf der Freifläche unterhalb der Kirche von Rautenhausen soll ein Treffpunkt für die Bevölkerung entstehen. Dieser soll nicht nur funktional, sondern auch grünordnerisch aufgewertet werden. Nachdem bereits die vorangegangene Abbruchmaßnahme an genannter Stelle durch die Dorfentwicklung gefördert wurde, winkt auch bei dem nun geplanten Projekt ein Zuschuss von über 21.000 Euro. Die Gesamtkosten sollen bei 28.000 Euro liegen. Neben Sitzmöglichkeiten wird mit einer neuen Natursteintreppe ein direkter Zugang zur Kirche geschaffen.

Auch in Breitenbach wurde (mit Fördergeldern) zuletzt ein nicht mehr sanierungsfähiges Gebäude abgerissen. Die dadurch entstandene Fläche soll nun zu einer grünen Oase mit Aufenthaltscharakter umgewidmet werden. Die Kosten für die Gestaltung eines neuen Treffpunkts für die Bewohnerinnen und Bewohner Breitenbachs liegen bei rund 48.000 Euro. Fast 36.400 Euro finanzielle Unterstützung aus den Geldern der Dorfentwicklungs-Förderung wurden bewilligt.

Weitere 20.000 Euro Fördergelder fließen nach Bebra, um die Kommune, die Steuerungsgruppe sowie die Akteure vor Ort bei der Umsetzung und Verstetigung des Dorfentwicklungs-Prozesses zu unterstützen. Die fachliche Begleitung läuft bis zum Ende des Dorfentwicklungsverfahrens Ende September 2024.

Umgestaltung des Vereinshauses "Feuerwehrheim" Mecklar zu einem Veranstaltungsort (Ludwigsau)

Spannende Pläne haben die Bewohnerinnen und Bewohner von Mecklar: Mit bewilligten Mitteln in Höhe von über 81.000 Euro soll das Vereinshaus des Feuerwehrvereins zu einem Veranstaltungsort umgestaltet werden. Die Gemeinde plant die nötigen Sanierungsarbeiten, um das traditionelle Feuerwehrheim multifunktional nutzbar zu machen. Über 107.000 Euro sollen insgesamt investiert werden. Erforderlich sind u.a. Trockenbau-, Tischler-, Maler- und Elektroarbeiten im Inneren sowie die Sanierung von Dach und Fassade. Durch zwei neue Raumteiler soll zukünftig eine parallele Nutzung der so entstehenden Räume möglich sein.

Errichtung Mehrgenerationenplatz Niederellenbach (Alheim)

In Niederellenbach soll ein Mehrgenerationenplatz entstehen. Die Gesamtinvestitionssumme von rund 80.000 Euro wird mit rund 60.600 Euro bezuschusst. Die Fläche rund um das DGH ist momentan schon ein zentraler Treffpunkt im Ort und soll durch neue Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten aufgewertet werden. Direkt vor dem DGH wird eine Terrasse mit Sitzempore angelegt, die in Eigenleistung errichtet werden soll. Durch die Maßnahme soll ein attraktiver, flexibel nutzbarer Platz für verschiedene Generationen entstehen.

Fassadensanierung des Heimatmuseums Ransbach (Hohenroda)

Mit über 26.000 Euro wird die Sanierung und Instandsetzung der Fachwerkfassade des Heimatmuseums in Ransbach bezuschusst. Insgesamt werden rund 44.500 Euro investiert. Indem schadhafte Balken ausgebessert werden und Fassaden sowie Fenster einen neuen Anstrich erhalten, soll der Bestand des Gebäudes langfristig gesichert werden. Als ortsbildprägendes Kulturdenkmal direkt neben der Kirche von Ransbach ist das Heimatmuseum besonders erhaltenswert.

Die Förderung von Privatvorhaben ist in den festgelegten Fördergebieten der sechs anerkannten Dorfentwicklungs-Schwerpunkte (Hohenroda, Alheim, Ludwigsau, Bebra, Neuenstein, Haunetal) möglich. Das Dorfentwicklungsverfahren in der Gemeinde Hohenroda endet in diesem Jahr – vollständige Förderanträge können noch bis 31. Dezember beim Fachdienst Ländlicher Raum (Sachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung) eingereicht werden.

Diese Projekte werden über die Regionalentwicklung/das Regionalbudget 2021 gefördert:

Bekanntgegeben wurden darüber hinaus jetzt auch die Fördersummen, die über das Regionalentwicklungsverfahren in die Kommunen des Landkreises fließen. 24 Einzelprojekte mit einer Bezuschussung von mehr als 93.000 Euro (Gesamtinvestitionsvolumen knapp 130.000 Euro) entfallen auf das Gebiet der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg. Weitere acht Einzelprojekte im Gebiet der Regionalentwicklung Knüllgebiet e.V. werden mit einer Förderung von knapp 92.500 Euro bedacht (Gesamtinvestitionsvolumen: 128.400 Euro).

Grundsätzliches Ziel der Förderung über das "Regionalbudget" ist es, Kleinstprojekte im Bereich von 2.000 – 20.000 Euro zu unterstützen, die den ausgewählten Entwicklungszielen der jeweiligen Regionalen Entwicklungskonzepte zugeordnet werden können. (pm) +++


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