REGION Der Stadtpfarrer bei O|N

Impulse von Stadtpfarrer Buß: "Senfkornmenschen"

26.06.21 - "Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn", so heißt es einmal im Markus Evangelium (Mk. 4,26 – 34). Es gleicht einem kleinen Senfkorn, das am Ende ganz groß rauskommt. Kann das denn eigentlich sein, säen, wachsen lassen und ernten? Sicherlich sind die, die aussäen nicht immer unbedingt die, die dann auch ernten. Aber es gibt doch auch Erfolge, die manchmal im Unscheinbaren wachsen und dann doch ihre Frucht bringen.

Stadtpfarrer Stefan Buß. Archivfoto: O|N / Hendrik Urbin

Es braucht "Senfkornmenschen". Über solche Menschen möchte ich sprechen, Menschen, die wie ein Senfkorn sind. Ein Beispiel für einen Senfkornmenschen ist der Hl. Bonifatius (675 – 5.6.754). Er kommt als Missionar von der britischen Insel nach Germanien. Seine Verkündigung erfährt Widerstände, bleibt bei einem ersten Anlauf in Friesland erfolglos, ja er stirbt 754 sogar in Dokkum in Friesland den Märtyrertod, aber seine Saat geht später auf, so dass wir ihn heute als den Apostel der Deutschen verehren. Oder schauen wir auf die Hl. Elisabeth (1207 – 1231).

Sie wird von der Wartburg in Thüringen vertrieben nach dem Tod ihres Mannes, stirbt krank in Marburg, aber ihre Botschaft der Nächstenliebe und Hinwendung zu den Armen und Notleidenden prägt die Zeit nachhaltig bis heute. Senfkornmenschen sind auch Eltern und Großeltern, die ihren Kindern und Enkeln Werte vermitteln. Doch diese gehen so ganz andere Wege. Doch im Leben kommen diese Werte auch später in Lebenssituationen nachhaltig durch. Dies gilt auch für Verkünder der Botschaft Jesu, die scheinbar oft nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Doch, die die sie gehört haben, erinnern sich vielleicht in mancher schwierigen Lebenssituation wieder daran und es schenkt ihnen Halt. "Senfkornmenschen".

Menschen, die etwas Kleines angelegt haben, wie ein Senfkorn, dass oft schlummerte, unscheinbar wuchs, aber dann doch kräftig auch im Leben sich auswirken kann. Alltägliches Handeln im Kleinen kann Großes bewirken. Das kleine gesäte Senfkorn bringt so große Frucht. Durch Menschen, die so handeln, durch "Senfkornmenschen", wächst das, was Jesus in der frohen Botschaft im Evangelium "Reich Gottes" nennt. Ja, das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn. Es gibt noch viel mehr "Senfkornmenschen", als die, die ich hier aufgezählt habe. Vielleicht denken auch Sie an jemanden, den man als "Senfkornmenschen" bezeichnen kann oder den sie selbst in ihrer Umgebung als einen solchen für sich erfahren haben. "Senfkornmenschen" braucht auch unsere Zeit. "Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Senfkorn. Es ist das kleinste unter den Senfkörnern. Aber in ihm liegt die Kraft, so dass es wachsen kann und ein fruchtbarer Baum draus wird in dem die Vögel ihre Nester bauen!" (Mk. 4,32). (Stefan Buß) +++


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