Gibt es schon bald eine Wende in Sachen Corona-Politik? - Symbolbilder: O|N

REGION Internes Dokument des RKI

Inzidenz-Werte nicht entscheidend, Lockdown nur noch bei Kliniküberlastung

12.07.21 - Wende in Sachen Corona? Während vergangene Woche bereits einige Politiker Lockerungen in der Corona-Politik gefordert haben, ist nun ein internes Dokument des Robert-Koch-Instituts (RKI) aufgetaucht, welches vielversprechende Maßnahmen enthält. Unter anderem soll die Sieben-Tage-Inzidenz nicht mehr allein über Maßnahmen und Regeln entscheiden, einen Lockdown soll es nur noch bei Krankenhausüberlastungen geben.

Einen Lockdown soll es nur noch bei Krankenhausüberlastungen geben.

"Wir werden mit dem Virus leben müssen", sagt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier am Sonntag im Interview mit OSTHESSEN|NEWS. Schließt sich diesem Gedanken nun auch das Robert-Koch-Institut an? Laut einem internen Dokument des RKI, welches der BILD vorliegt, lässt vieles darauf schließen.

Sieben-Tage-Inzidenz verliere an Aussagekraft

In dem Dokument steht, dass die "Hospitalisierung als zusätzlicher Leitindikator" - also die im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten - in Zukunft ausschlaggebend sein sollen. Bislang war immer die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend für Lockdown oder Lockerungen. Doch wegen der zunehmenden Impfungen in Deutschland verliere genau dieser Wert immer mehr an Aussagekraft. 

Das RKI rechnet laut BILD-Informationen mit einer "Abnahme des Anteils schwerer Fälle" - denn die Risikogruppen sind fast vollständig geimpft und somit ist ein Anstieg der Corona-Zahlen für das Gesundheitssystem nicht mehr so gefährlich wie vorher. 

"Mit höheren Infektionszahlen arrangieren"

Die biomedizinische Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung geht noch einen Schritt weiter und hält in dem Dokument außerdem fest, dass Maßnahmen für vollständig Geimpfte kaum noch zu begründen seien. Ein vierter Lockdown könnte somit hinfällig werden. 

Das freut viele Politiker: Friedrich Merz (CDU) spricht beispielsweise im BILD-Interview von einer "langersehnten Wende für uns alle", und schließt sich an, dass der Entzug von Grundrechten für die gesamte Bevölkerung nicht aufrechterhalten werden kann. Auch Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, sagt dazu: "Wenn es in einer vierten Welle viele positive Befunde, aber keine Kranken mehr gibt, kann man die Lage sehr gelassen sehen." Deutschland müsse sich laut Gassen mit höheren Infektionszahlen arrangieren. (ld) +++


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