"Stoppt die schwarz-grüne Regierung", fordern Demonstrationsteilnehmer in Wildeck-Richelsdorf - Fotos: Gerhard Manns

WILDECK "Der Herkules schämt sich"

Arsen-Problem: 250 Menschen gehen in Richelsdorf auf die Straße

16.07.21 - Die Arsenbelastung von Privat- und Gemeindegrundstücken zwingt die Richelsdorfer (Gemeinde Wildeck im Landkreis Hersfeld-Rotenburg) jetzt auf die Straße. Rund 250 Bürgerinnen und Bürger demonstrierten am Donnerstagnachmittag um zu zeigen, dass sie die Kosten für die Sanierung der betroffenen Grundstücke nicht selbst zahlen wollen.

"Wir verlangen, dass die hessische Landesregierung, beziehungsweise der Bund, die Kosten zu 100 Prozent übernehmen", sagt Dirk Köhler, Sprecher der Bürgerinitiative Arsen. Vorher werde er und die Mitglieder der BI keine Ruhe geben. "Wir planen weitere Aktionen und werden auch den Wahlkampf zur Bundestagswahl im September empfindlich stören." Man wolle auf die Arsenproblematik in Richelsdorf und das Versagen der Politik aufmerksam machen.

Hintergrund

In Richelsdorf sind aktuell 14 Privatgrundstücke der Kategorie 1 mit einer hohen Arsenbelastung betroffen und müssen aufwendig saniert werden (5.863 qm). Aufgrund eines Beschlusses der Bund-Länderkonferenz (LABO) im September 2020 sind weitere 22 Privatgrundstücke hinzugekommen (ca. 9.000 qm).

"Land Hessen hat bereits Kosten übernommen"

Bündnis 90/Grüne MDL Kaya Kinkel versteht den Ärger und Frust der Richelsdorfer und erinnerte an die Kosten, die das Land Hessen schon übernommen habe. Ob die 200.000 Euro, die der Kreis Hersfeld-Rotenburg zur Sanierung zuschießt, reichen, werde man nach den noch laufenden Untersuchungen sehen und wenn dann feststehe, wie viele Grundstücke betroffen sind und ob weitere Unterstützung notwendig sein wird. "Die Landesregierung wird am Ball bleiben und sich dafür einsetzen, damit die Kosten für die Betroffenen gedrückt werden", so Kaya Kinkel.

SPD MDL Karina Fissmann versprach: "Ich bin in den vergangenen Jahren an Ihrer Seite gewesen und werde das auch für die Zukunft so halten. Wir hier in Richelsdorf sind nicht die Millionäre aus dem Süden von Hessen", so die Feststellung zum Schluss ihrer Rede.

Der CDU Bundestagskandidat für den Wahlkreis 169 und Bürgermeister von Wanfried (Werra-Meißner-Kreis), Wilhelm Gebhard, machte eine klare Aussage, "es ist scheißegal, wer die Kohle bezahlt, nur die Richelsdorfer dürfen es nicht sein". Er sagte den vom Arsen arg gebeutelten Bürgern seine uneingeschränkte Solidarität zu.

Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth stellte fest, dass das Land schon viel an Unterstützung gezahlt habe. Auch noch den Rest zu finanzieren wäre für Hessen ein Kleckschen, aber für die Betroffenen Bürger ein dicker Brocken.

Mit im Demonstrationszug lief auch der AfD MDL Gerhard Schenk. (nb) +++


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