In den zehneinhalb Jahren seit der Einführung kam allein im Regierungsbezirk Gießen, zudem auch der Vogelsbergkreis gehört, die stolze Summe von 4.948.050 Euro zusammen. - Symbolbild: Pixabay

REGION VB Seit 2011 vom RP ausbezahlt

Insgesamt 4.948.050 Euro Prämie für langjährige ehrenamtliche Einsatzkräfte

23.07.21 - Wenn’s brennt, sind sie da. Bei schweren Unfällen retten sie Menschenleben. Wenn jemand vermisst wird, rücken sie mit ihren Rettungshunden aus. Und während der aktuellen Hochwasser-Katastrophe gehen sie an ihre Grenzen. Was die ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen sowie die Helfer im Katastrophenschutz rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr freiwillig leisten, ist für sie oftmals selbstverständlich.

Foto: Regierungspräsidium Gießen

"Die Arbeit der Einsatzkräfte ist wichtig und wertvoll. Sie verdient großen Respekt", betont der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich. Um langjähriges Engagement zu würdigen, hat die hessische Landesregierung im Jahr 2011 eine Anerkennungsprämie in Hessen eingeführt – als erstes Bundesland überhaupt. Die drei Regierungspräsidien prüfen die Anträge, erstellen die Urkunden und zahlen die Prämie aus. In den zehneinhalb Jahren seit der Einführung kam allein im Regierungsbezirk Gießen, zudem auch der Vogelsbergkreis gehört, die stolze Summe von 4.948.050 Euro zusammen – unsere "Zahl des Monats".

Seit 2011 ausbezahlt

Die Anerkennungsprämie gab es zunächst nur für langjährige aktive Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren in Hessen. Lag die ausgezahlte Summe in Mittelhessen im ersten Jahr noch bei 23.100 Euro, waren es danach stets über 450.000 Euro. Alles in allem wurden seit 2011 stolze 4.812.900 Euro gezahlt. 2017 kam für die ehrenamtlichen Helfer im Katastrophenschutz eine ähnliche Regelung dazu. Hier wurden im Regierungsbezirk Gießen bislang 135.150 Euro ausgezahlt.

"Die Anerkennungsprämie ist keine Entlohnung für das Geleistete, sondern vielmehr eine symbolische Würdigung", betont Dr. Thomas Stumpf, Leiter des Dezernats, das unter anderem für den Brand- und Katastrophenschutz verantwortlich zeichnet. "Der Dienst, den die Frauen und Männer leisten, ist unbezahlbar", findet er. Stumpf weiß, wovon er spricht – er ist seit Jahrzehnten in der Feuerwehr seines Heimatortes aktiv.

Anträge über Kommunen

Das Land zahlt als Anerkennungsprämie nach zehn Jahren Dienstzeit 250 Euro, nach 20 Jahren 400 Euro, nach 30 Jahren 600 Euro und nach 40 Jahren 1.000 Euro. Die Anträge für Feuerwehrangehörige werden über die Kommunen gestellt. Für die Helfer der Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes sind die jeweiligen Ortsverbände der Hilfsorganisationen beziehungsweise des Technischen Hilfswerks antragsberechtigt. (pm) +++


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