Tatortarbeit - das gehört zu den Aufgaben von Sven Zapletal - Foto: Polizeipräsidium Osthessen

FULDA 20 Jahre Polizeipräsidium Osthessen (4)

Sven Zapletal vom Erkennungsdienst: "Auch die Drohne ist mein Einsatzmittel"

29.11.21 - Wie vielschichtig die Arbeit im Polizeipräsidium Osthessen ist, haben bereits die letzten Interviews der Serie "20 Jahre Polizeipräsidium Osthessen" gezeigt. Sven Zapletal und seine Kolleginnen und Kollegen vom Erkennungsdienst nehmen in ihrer alltäglichen Arbeit aber eine ganz besondere Rolle ein: "Die Spurensicherung ist elementar wichtig für die gesamte Polizeiarbeit."

Mit der Drohne kann Sven Zapletal einen Tatort von oben betrachten - ein wichtiges Einsatzmittel ...Fotos: Martin Engel

Fingerabdrücke nehmen

O|N-Fotograf Martin Engel im Fokus

Die Arbeit des Erkennungsdienstes verbinden die meisten mit der klassischen Abnahme von Fingerabdrücken mit Rußpulver. Doch mittlerweile gibt es noch viel modernere Sicherungsmethoden zur Abnahme von Finger- und Fußabdrücken sowie dem Abgleich mit Tatortspuren und der Sicherung von DNA-Spuren. Seit einem Jahr besitzt Zapletal ein neues Einsatzmittel: eine Drohne. Dafür hat er extra einen Führerschein machen müssen. "Die maximale Flughöhe beträgt 120 Meter", erklärt er. "So können wir einen Tatort von oben ansehen, ausmessen und uns auf Spurensuche begeben. Jedoch ist die Drohne nicht als Allheilmittel zu sehen, sondern ein kleines Rädchen im großen Repertoire des Erkennungsdienstes. Sie ist ein Einsatzmittel, was man sich durchaus zunutze machen kann, um Tatorte oder Großschadenslagen in geeigneter Weise darzustellen und zu dokumentieren. Auch den ökologischen Aspekt sollte man nicht außer Betracht lassen. Eine Drohne kostet weniger und belastet im Einsatzfalle die Umwelt weniger als ein Polizeihubschrauber."

Sein Einsatzmittel hat er in seinem Rucksack

Die Drohne kann bis zu 120 Meter hoch fliegen

"Ich sehe nichts Schönes"

"Werden wir alarmiert, sehen wir Menschen, die zu Schaden gekommen sind - sei es zum Beispiel Vergewaltigung, Einbruch, Mord", erzählt der 46-Jährige. "Also wirklich nichts Schönes. Aber auch diese Arbeit muss gemacht werden und ich finde, dass ich hier richtig bin", sagt er überzeugt.

Im Labor werden Spuren untersucht

Zapletal ist gelernter Zimmermann und war 13 Jahre in dem Handwerk tätig, bevor er eine viermonatige Ausbildung bei der Wachpolizei begann. Sieben Jahre war er dann in Offenbach im Einsatz, bevor er zum Kriminaldauerdienst und später zur Tatortgruppe Hanau wechselte. Dort durfte er das Handwerk des Kriminaltechnikers erlernen. Seit 2018 arbeitet er beim Erkennungsdienst im Polizeipräsidium Osthessen in Fulda. Mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern wohnt der gebürtige Bad Hersfelder in Freiensteinau im Vogelsbergkreis.

"Zu meinen Kindern sage ich immer: Helft den Schwachen und haltet die Umwelt sauber - und ich versuche den Opfern Recht zu verschaffen." (nb) +++

↓↓ alle 10 Artikel anzeigen ↓↓


Über Osthessen News

Kontakt
Impressum

Apps

Osthessen News IOS
Osthessen News Android
Osthessen Blitzer IOS
Osthessen Blitzer Android

Mediadaten

Werbung
IVW Daten


Service

Blitzer / Verkehrsmeldungen Stellenangebote
Gastro
Mittagstisch
Veranstaltungskalender
Wetter Vorhersage

Social Media

Facebook
Twitter
Instagram

Nachrichten aus

Fulda
Hersfeld Rotenburg
Main Kinzig
Vogelsberg
Rhön