Die Stadt Fulda macht Lolli-Tests in allen Kindertagesstätten möglich - Symbolbild: Stadt Fulda

FULDA Neue Corona-Teststratgie für die Jüngsten

Stadt macht Lolli-Tests in allen Kindertagesstätten möglich

04.09.21 - Die Stadt Fulda erweitert ihre Teststrategie im Kampf gegen Corona: Ab kommender Woche können alle Beschäftigten und alle Kita-Kinder in den Kindertagesstätten im Stadtgebiet zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus getestet werden. Das schreibt die Stadt Fulda am Freitagnachmittag in einer Pressemitteilung

Neu ist dabei, dass anstelle der bisherigen Schnelltests sogenannte Lolli-Tests in Kombination mit einer PCR-Pool-Testung eingesetzt werden. Diese einfache und sanfte Art der Testung ist besonders zuverlässig und wird bereits in einigen deutschen Städten erfolgreich eingesetzt. Die Kosten für diese Testung werden anteilig vom Land Hessen und der Stadt Fulda getragen. Die Re-gelung gilt zunächst für acht Wochen.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld: "Durch diese Testungen können wir den Infektionsschutz für Kinder und Beschäftigte in den Kitas noch einmal weiter verbessern. Ideal ist es, dass wir mit unserem städtischen Klinikum die Kapazitäten für diese Tests vor Ort haben." Bürgermeister und Sozialdezernent Dag Wehner ergänzt: "Das Betreuungs- und Bildungsangebot in den Kitas ist für die Kinder und Eltern in unserer Stadt überaus wichtig, daher bin ich erleichtert, dass die Jüngsten jetzt wieder im Regelbetrieb ihre Einrichtungen besuchen können. Das soll nach Möglichkeit auch langfristig so bleiben. Da Impfungen für Kinder unter sechs Jahren in absehbarer Zeit nicht möglich sind, setzen wir auf Testungen, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen."

Der sogenannte Lolli-Test ist kindgerecht und kann ohne Fachkenntnisse und großen Aufwand durchgeführt werden: Dabei lutscht möglichst die komplette Kita-Gruppe inklusive der Betreuungskräfte für ca. 30 Sekunden jeweils an einem Tupfer (wie an einem Lolli). Die Stäbchen werden dann gemeinsam in einem Röhrchen (Pool) gesammelt und im Labor des Klinikums Fulda über einen PCR-Test ausgewertet. Mit dieser Methode lassen sich mögliche Coronainfektionen zuverlässiger als mit einem Schnell-test nachweisen. Sollte ein Gruppentest positiv ausfallen, müssen alle Teilnehmenden des Pools einen individuellen PCR-Test machen lassen. Jedes Kind mit einem negativen individuellen Testergebnis kann unmittelbar wieder in der Kita betreut werden.

Die Teilnahme ist freiwillig, und die Kinder werden nur nach aus-drücklicher Einverständniserklärung der Eltern getestet. "Dieses Verfahren wird durch die Träger und Leitungen aller Kitas im Stadtgebiet ausdrücklich begrüßt", so Stefan Mölleney, Leiter des Amtes für Jugend, Familie und Senioren der Stadt Fulda. Wenn in einer Gruppe mindestens zwei Drittel der Eltern zustimme, könne der Test in der jeweiligen Gruppe durchgeführt werden. Derzeit laufe die Abfrage bei den Eltern, so Mölleney in der Pressemitteilung abschließend. (pm) +++


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