Da steht er, der neue Blitzer in Gersfeld-Altenfeld - Foto: Stadt Gerfeld

GERSFELD (RHÖN) "Er ist wieder da!"

Nach spektakulärem Unfall: neuer Blitzer auf der B 279 in Altenfeld

07.09.21 - Es war ein ungewöhnlicher Unfall, dem die stationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der B 279 im Gersfelder Stadtteil Altenfeld kurz nach Weihnachten vor einem Jahr zum Opfer fiel. "Der 'Starenkasten' ist erstmal Geschichte!", hatte O|N damals gemeldet. Denn ein 47-jähriger Autofahrer aus Bad Soden-Salmünster war aus der Gegenrichtung kommend mit seinem Pkw quer über die Straße in die Radaranlage gekracht und hatte sie dabei komplett zerstört - immerhin ein Sachschaden von 50.000 Euro. Der Fahrer selbst wurde nur leicht verletzt, aber auch an seinem Wagen entstand damals Totalschaden. Doch die Altenfelder mochten auf "ihren" Blitzer nicht verzichten. Denn weil an dieser Stelle die Bundesstraße gut ausgebaut ist und schnurgerade verläuft, verführt sie so manchen dazu, aufs Gas zu treten. 

Am, 27. Dezember 2020 hatte ein Autofahrer die alte Radaranlage im Wortsinn "plattgemacht" ...O|N-Archivbilder: Christian P. Stadtfeld

Sogar das Fundament nahm bei dem Unfall Schaden

"Hier rauschen manche mit 100 km/h durch den Ort", sagt Ordnungsamtsmitarbeiter Klaus Helfrich. Dabei kreuzen hier Schulkinder die Bundesstraße, die mitten durch den kleinen Ort führt. Dass die Radaranlage möglichst zeitnah ersetzt werden sollte, war deshalb in Gersfeld unstrittig. Aber vorher musste sich Bürgermeister Dr. Stefan Korell langwierig mit der Versicherung des Unfallfahrers über die Regulierung des hohen Sachschadens auseinandersetzen. Die Anlage war schon ein älteres Modell, das noch mit "Nassfilm" arbeitete - nicht digital, wie inzwischen Standard ist. Dem Schadensersatz wurde ergo nur der Zeitwert des alten Blitzers zugrunde gelegt. Darüber hinaus wollte die Stadt auch den durch den Unfall entgangenen Gewinn, also den Ausfall an Einnahmen aus den Bußgeldern geltend machen, was die Versicherung aber ablehnte. Der Blitzer stehe ja aus Sicherheitsgründen, nicht als Einnahmequelle dort, argumentierte sie.

Gersfelds Bürgermeister Stefan Korell

Die neue Anlage war kein Schnäppchen: rund 70.000 hat sie die Stadt gekostet. Und da bei dem Unfall sogar deren Fundament samt Verkabelung und Armierungseisen zerstört worden waren, zog sich die Neuinstallierung hin. Die erneuerte Grundfläche musste für die digitale Messung besonders eben angelegt und der neue Blitzer geeicht werden. Seit Mitte Juli hat er nun seinen Dienst für die Sicherheit in der Fuldatalstraße wieder aufgenommen und macht "scharfe" Aufnahmen von Verkehrssündern. "Eigentlich kennt den Standort hier ja jeder, so dass eigentlich niemand mehr geblitzt werden dürfte", sagt Klaus Helfrich, doch die Fallzahlen sprechen für sich. Sei es aus Gedankenlosigkeit oder wegen notorischem Bleifuß: der Einsatz der Anlage zahlt sich für die Stadt Gersfeld aus. (ci)+++


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