FULDA Gesundheitsminister zu Besuch im Klinikum

Jens Spahn (CDU): "Wir impfen das Land zurück in die Freiheit"

11.09.21 - Auf Einladung des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Brand kam Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitagmittag nach Fulda. Im Klinikum Fulda stand der Minister Rede und Antwort zu aktuellen Herausforderungen während der Pandemie sowie der Zukunft unseres Gesundheitssystems nach Corona.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zwischen Fuldas MdB Michael Brand (CDU) und ...Fotos: Hendrik Urbin

Die Diskussionsveranstaltung im Hörsaal des Klinikums mit Pflegepersonal, Ärzten und Vertretern des Gesundheitssystems stand unter dem Motto: "Covid und danach - Herausforderungen für die Gesundheitspolitik".

Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand dankte Spahn direkt zu Beginn für seinen Einsatz in der Pandemie. "Kaum ein Land ist besser durch die Krise gekommen, als Deutschland." Gesundheitsminister Spahn wirkte trotz des straffen Zeitplans entspannt und gut gelaunt. "Es tut gut, dass man endlich wieder diskutieren kann. Ich bin aktuell viel in Deutschland unterwegs, aber es ist schön, dass man hier jetzt mal in die Themen tiefer einsteigen kann", sagt Spahn.

Corona-Leugner pfeifen Gesundheitsminister aus

Weniger schön, war aber der Empfang von Spahn vor dem Klinikum durch Corona-Leugner, die lautstark "Hau ab" brüllten. "Man darf sich zwar auf den Platz stellen und brüllen, aber laut sein ist nicht immer das bessere Argument." Politik sei immer das Finden von Kompromissen. "Auch jemandem die Maske zuzumuten ist ein Kompromiss, und zwar zwischen der Freiheit und der Gesundheit."

Das Hauptthema war bei dieser Diskussionsveranstaltung natürlich die Corona-Pandemie. Die vierte Welle sei laut Spahn aktuell schon da. "Impfen macht diesmal aber einen extremen Unterschied. Wir impfen das Land zurück in die Freiheit." Aber er versprach erneut: "Wir führen keine Impfpflicht an".  Spahn möchte nicht, dass aus "Spannungen dann Spaltungen werden."

Das ewige Problem mit der Bezahlung

In der Diskussionsveranstaltung mit Ärzten und Pflegern des Klinikums ging es unter anderem um die Abrechnung für Kliniken und den hohen Bürokratieaufwand im Gesundheitswesen. Ein zentrales Thema, das von einigen Mitarbeitern angesprochen wurde, war aber der Fachkräftemangel. "Die Stellen sind ja ausgeschrieben. Es scheitert also nicht am Geld. Das Problem ist aber, das man am Arbeitsmarkt so gut wie niemanden mehr findet. Deshalb haben wir ja bereits eine höhere Ausbildungsvergütung durchgesetzt. Das funktioniert aber alles nur, wenn die Stellen auch besetzt werden. Auch die Prämien seien eine Lösung gegen den Fachkräftemangel und um mehr Mitarbeiter für den Gesundheits- und Pflegebereich zu motivieren.

Klinikchef Priv. Doz. Dr. Thomas Menzel zeigte sich zufrieden über den Besuch des Gesundheitsministers. Das Klinikum Fulda habe hohe Erwartungen an die Bundespolitik, Spahn habe sich zu diesen Anregungen Notizen gemacht. Menzel: "Wir werden immer dafür eintreten, dass Gesundheit einen hohen Stellenwert in Deutschland hat."

Und Gesundheitsminister Spahn gibt auch eine Perspektive für die Zukunft: "Wir können raus aus der Pandemie, wenn wir noch mehr Menschen vom Impfen überzeugen." (Moritz Pappert)+++

Am Freitag kam Gesundheitsminister Jens Spahn ins Fuldaer Klinikum Fotos: Hendrik Urbin


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