2G-Regel in der Gastronomie? - Symbolbild: O|N/ Carina Jirsch

FULDA Getesteten droht Kneipenverbot

Künftig 2G-Modell? Das sagen die Gastronomen aus der Region

11.09.21 - Einlass nur für Geimpfte und Genesene? Die kontroverse Diskussion über eine 2G-Regelung beispielsweise in der Gastronomie ist aktuell in aller Munde. Zunächst gilt im Landkreis Fulda aufgrund von steigender Corona-Zahlen das 3G-Modell - und das seit Montag im Innen- und Außenbereich. Das heißt: Gäste müssen einen Impf-, Genesenen oder Testnachweis vorzeigen. Eine Maßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie, denn der Inzidenzwert liegt hier auch am Donnerstag bei 142,1 mit 65 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. O|N hat sich umgehört. Wie läuft es in den einzelnen Betrieben mit der Regelung und wie stehen die Gastronomen gegenüber einer denkbaren 2G-Regel? 

Hotel Platzhirsch zur 2G-Regel: "Bin zwiegespalten"

Das Hotel und Tagungszentrum Platzhirsch in der Fulder Innnenstadt. Archivfoto: O|N/ Hendrik Urbin

Dirk Schütrumpf, Direktor des Hotels Platzhirsch. Archivfoto: O|N/Marius Auth

Wie geht es in Zukunft für die Gäste weiter? Symbolbild: O|N/ Carina Jirsch

Dirk Schütrumpf, Direktor des Hotels Platzhirsch, zieht zur bisherigen 3G-Regelung positive Bilanz: "Wir halten uns strikt an die 3G-Regel und fragen den Status bei den Gästen ab - sei es auf der Tagung, im Hotel oder im Restaurant." Per Luca-App oder Kontaktformular werden weitere Daten erfasst. "Unsere Tagungsgäste informieren wir vorab nochmal, welche Bedingungen vor Ort gelten, um eine bessere Vorbereitung zu ermöglichen." Insgesamt sei der Ablauf unkompliziert. "Eine 2G-Regel finde ich jedoch schwierig. Das geht einerseits in Richtung Zwei-Klassen-Gesellschaft. Ungeimpfte schauen dann bestimmt nicht mehr vorbei." Andererseits ermögliche es noch mehr Freiheit und Sicherheit. "Ich sehe es wirklich zwiegespalten. Wir warten jetzt erstmal die nächsten Wochen ab, wie sich das alles entwickelt."

Die Waldgaststätte Praforst in Hünfeld. Archivfoto: O|N/Martin Engel

Gastronom Marc Zuspann. Archivfoto: O|N/Martin Engel

Praforst Hünfeld: "Mit 2G müssen wir mit Gästeverlust rechnen"

Gastronom Marc Zuspann von der Waldgaststätte Praforst in Hünfeld (Landkreis Fulda) sieht in der 3G-Regelung keine Probleme. "99 Prozent der Gäste zeigen dafür Verständnis. Schließlich müssen wir das alle gemeinsam durchziehen." Per Luca-App und Zetteldokumentation erfolge die Datenerfassung und auch der jeweilige Status über geimpft, genesen oder getestet werde vom Personal zunächst abgefragt. Die 2G-Regel sei für ihn eine "spannende Sache". Mit Blick auf den Herbst müsse man die Corona-Situation natürlich genauer beobachten. Je mehr Menschen noch zur Impfung motiviert werden könnten, desto besser. "Sollte diese Regelung kommen, hoffe ich, dass die Gäste weiterhin diszipliniert bleiben wie jetzt auch schon. Mit dem 2G-Modell müssten wir Gastronomen dann aber ganz klar erneut mit Gästeverlusten rechnen. Wir büßen demnach wieder ein. Deshalb wäre es nur gerecht, wenn es einheitlich auch für andere Bereiche gelten würde."  

Goldener Karpfen: "2G-Regel sorgt für mehr Sicherheit"

Renate Tünsmeyer vom Romantik-Hotel und Restaurant "Goldener Karpfen". ...

Auch im Romantik-Hotel und Restaurant "Goldener Karpfen" am Simpliziusbrunnen werde die 3G-Regel von den Gästen problemlos angenommen. Renate Tünsmeyer steht einer 2G-Regel positiv entgegen. "Es bringt für die Gäste und Mitarbeiter mehr Sicherheit mit sich, ob es der fairste Weg ist, muss jetzt in der Politik diskutiert werden." Nun gilt es abzuwarten, wie sich die Corona-Lage entwickelt mit Blick auf die kälteren Monate. (mkr) +++


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