Team ‚Dirt-Torpedo‘ mit Teamleiter Adrian Fleck, Heiko Otterbach, Alexander Gröber, Jonathan Helbig, Martin Will und Daniel Klassen (v.l.n.r.) - Archivfoto: Region Fulda GmbH

FULDA / LAS VEGAS Ein Wettbewerb, der keiner war

Dirt Topedo: "Ein technisches Problem hat uns im Finale das Genick gebrochen"

15.09.21 - Drei Fuldaer Jungs aus Dipperz, Istergiesel und Hünfeld waren mit acht weiteren Studenten-Freunde am 12. September 2021 Teil des Finale bei "Not – A – Boring – Competition". Die elf klugen Köpfe hofften in der Mojave-Wüste für Elon Musks "Boring Company" auf einen Sieg. Vor Ort hatte das Team laut Veranstaltungsplanung sechs Tage Zeit, die Bohrung ihrer Tunnelbaumaschine vorzubereiten. Doch der Traum vom Sieg platzte.

Bereits an Tag eins wurde die von den Teams eingeplante Zeit als Überraschung durch eine Fahrt im Vegas Loop und Besichtigung des Headquarters der "Boring-Company" spontan gestrichen. Damit konnte das Team jedoch gut leben. "Diese spannende und einzigartige Einladung von Elon Musk war es wert", Martin Will aus Dipperz. Davon haben sich die Jungs nicht aus der Bahn werfen lassen. Auch an den fünf übrigen Tagen arbeiteten die jungen Studenten täglich an ihrem "Dirt Torpedo".

TU München holt den Sieg

Zum Schluss reichte es jedoch nicht zum Sieg. Der Gewinner stand schnell fest: Die TU München hat das Rennen gemacht und den Sieg dennoch nach Deutschland geholt. Das Team "TUM Boring" waren die einzigen Teilnehmer, die letztendlich vor Ort gebohrt haben.

Kein weiteres Team hat ihre Tunnelbohrmaschine in die Startgrube heben dürfen oder heben wollen. In der Vorbereitung mussten die Jungs vor Ort einige Safety-Checks durchlaufen. Die ersten wurden mit Bravour bestanden. Der Veranstalter hatte seine Anforderung vor Ort jedoch unerwartet und ohne Ankündigung hochgeschraubt. Teamleiter Adrian Fleck: "Ein kleines technisches Problem an den aufblasbaren Luftkissen hat uns am Ende aber das Genick gebrochen."

"Ganze Nacht durchgearbeitet"

Neue Aprovements mussten immer wieder her. Neue Berechnungen. Neue Programmierungen. Dafür fehlte aber den elf klugen Köpfen einfach die Man-Power. "Wir haben alles erdenklich Mögliche getan, unseren Bohrer doch noch unter die Erde zu bringen, haben die ganze Nacht vor dem Finale durchgearbeitet." so Daniel Klassen aus Hünfeld. Die Motivation und der Wille waren da.

Die Infrastruktur und Organisation seitens des Veranstalters rund um die Boring Company des Tech-Milliardärs Elon Musk leider nicht ausreichend. Nach einem einigen Safety-Checks mit den entscheidenden Ingenieuren und Jury-Mitgliedern wusste das Team, dass es zu den Favoriten gehört. Großes Interesse vonseiten der Boring-Company bestand, dass nicht nur die TU München bohrt, auch der Dirt Torpedo sollte in der Mojave Wüste im Sand versenkt werden. "Wir sehen euch unter den Top drei", hatten die Verantwortlichen immer wieder betont. Leider folgt ein "aber".

Es war knapp

Die Tunnelbohrmaschine der Dirt Torpedos stand startklar bereit neben der Startplattform. Lediglich ein letztes Technik-Approvement hat gefehlt. Manuell hätte die Maschine gestartet werden können. Sie war bereit für ihren Einsatz im Wüstensand. Wenige Stunden vor dem Startschuss kam eine Anforderung des Wettbewerbs, dass sie technisch gestartet werden muss. Hier hat schlicht und einfach die Man-Power gefehlt, um diese Programmierung vor Ort noch möglich zu machen. Es mag ein Traum vielleicht geplatzt sein, aber dennoch gehen die Dirt Torpedos als Gewinner aus der Competition für sich selbst raus. Stolz und Selbstachtung überwiegen Wut und Traurigkeit. Ganz klar. (pm) +++


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