So bequem kann wählen sein - die Briefwahl boomt bei der Bundestagswahl 2021 - Symbolbilder: pixabay

REGION Bequem, zeitsparend und sicher

Das Kreuzchen vom Sofa aus - Briefwahl boomt in allen Wahlkreisen

22.09.21 - Schon Mitte September hat sich der Trend in allen Wahlkreisen unserer Region abgezeichnet: Die Briefwahl boomt! Denn unabhängig vom Wahlsonntag, der persönlichen Verfassung und den Plänen für die Freizeit kann man seiner staatsbürgerlichen Pflicht auch leicht vom Sofa aus nachkommen. Und das tun inzwischen immer mehr Wählerinnen und Wähler in der ganzen Bundesrepublik - und natürlich auch bei uns. Während der Hochphase der Pandemie war das Gebot der Stunde für die meisten, das Haus nur im Notfall zu verlassen, da wurden bereits viele Bürgermeister:innen ausschließlich per Brief gewählt. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass diese Möglichkeit der Stimmabgabe bequem und sicher ist (diese Einschätzung wurde auch nicht von anderslautenden Behauptungen der Republikaner im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf erschüttert!)

Wer sich die Wahlunterlagen nach Hause schicken ließ, hatte auch genügend Zeit und Muße, aus einer Fülle von bis zu 47 Parteien und deren Spitzenkandidaten auszuwählen. Zwar erreichte der Stimmzettel nicht die Tischdeckengröße wie bei der Kommunalwahl, doch auch bei der Bundestagswahl ist die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten aus Erst- und Zweitstimme fast unübersehbar.

Mitte September hatten wir bereits bei einigen größeren Kommunen in Osthessen recherchiert, wie stark die bisherige Nachfrage nach den Briefwahlunterlagen ist. Schon da zeichnete sich der Trend zur vermehrten Briefwahlbeantragung klar ab. Sogar noch in dieser letzten Woche vor dem Wahlsonntag kommen Anträge bei den Gemeinden an. In Fulda sind nach dem Stand vom Dienstag inzwischen 15.778 Briefwahlunterlagen von den 46.722  Wahlberechtigten beantragt worden. Das ist gegenüber der letzten Bundestagswahl 2017 bereits jetzt fast eine Verdoppelung, damals waren es nur 8.218 Briefwähler. In Petersberg hat inzwischen schon knapp die Hälfte der 12.564 Stimmberechtigten, nämlich 5.750 ihr Votum per Briefwahl abgegeben. Und auch in Künzell haben schon über 6.000 Wähler so abgestimmt.

Auch in Bad Hersfeld bestätigt sich diese Tendenz der Wahlberechtigten. Schon jetzt ist die Zahl der Anträge mit 7.780 höher als bei der Kommunalwahl, als insgesamt 7.261 Briefwähler gezählt wurden. Auch im Vogelsberg haben schon viele ihr Kreuzchen von Zuhause aus gemacht. In Alsfeld sind zum Beispiel bislang schon 4.519 Briefwahlanträge eingegangen.

Mit einer ungewöhnlichen "Sonderform" der Briefwahl haben übrigens die Wahlämter aller befragten Kommunen schon zu tun gehabt: einige Wähler füllen die Unterlagen daheim aus, werfen den verschlossenen Umschlag aber nicht in den Postkasten, sondern bringen ihn persönlich am Wahlsonntag in ihr Wahllokal. Sicher ist sicher! (Carla Ihle-Becker) +++


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