Beim 3. Nachwuchsabend (V.l.n.r.): Referent Alexander Schmieden und Nicolas Scheidtweiler, Malte Bürger von "die stafftastic GmbH", Azubimanager Julian Bolz von der Region Fulda, Laura Paul Teamleitung Marketing & Vertrieb bei Pings-Azubikampus, Projektmitarbeiterin Eva Wolff vom NETZWERK Q 4.0, Bildungsmanager Matthias Feuerstein vom Landkreis Fulda sowie der Leiter des Fachdienstes kommunaler Arbeitsmarkt Ulrich Nesemann. - Fotos: Erich Gutberlet

FULDA Ausbildungskräfte in der Region fördern

Von "Employer Branding" bis "Onboarding": Dritter Fuldaer Nachwuchsabend

25.09.21 - Neue Impulse für die Nachwuchsgewinnung - jetzt und für die Zukunft, das bot der dritte Fuldaer Nachwuchsabend am Pings-Azubikampus. Hierzu nahmen am Donnerstag rund 50 Gäste in den Räumlichkeiten in der Liobastraße teil. Weitere Interessenten konnten das Event ganz bequem auch im Livestream mitverfolgen. "Es ist eine besondere Präsenz-Veranstaltung. Nach einer großen Zeit der Entbehrung ist die Freude umso größer", erklärte Bildungsmanager Matthias Feuerstein vom Landkreis Fulda zu Beginn und führte durch das Programm.

Bildungsmanager Matthias Feuerstein führte durch die Veranstaltung.

Der Pings-Azubikampus in der Liobastraße.

Ulrich Nesemann verwies auf die Plattform des Landkreises Fulda - www.berufsorientierung-fulda.de ...

Der Landkreis Fulda, Pings - der Azubikampus, die Region Fulda GmbH, die stafftastic GmbH und das NETZWERK Q 4.0 des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft e.V. stehen gemeinsam hinter dem Nachwuchsabend. Eins ist allen bewusst: Die Anforderungen an die Auszubildenden haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Feuerstein veranschaulichte zunächst ein dystopisches Szenario aus dem Jahr 2035 - eines, ohne Auszubildende. Die Folgen seien fatal. "Betriebe schließen, es gibt kaum Dienstleistungen." Die Gründe: Azubis fehle es an Orientierungshilfen und Vorbildern. Umso erforderlicher sei es für Unternehmer, schon heute aktiv einer solchen Entwicklung entgegenzuwirken. "Wie können wir den Fachkräftenachwuchs von morgen sichern? Wie locken und halten wir die Auszubildenden in die Region?" Diese und weitere Fragen standen im Fokus.

Viele junge Menschen würden mit ihren Berufswünschen Vorstellungen über eine soziale Position und Anerkennung mit einfließen lassen. "Das gestaltet die Situation immer schwieriger, Nachwuchskräfte fehlen", konstatiert Ulrich Nesemann, Leiter des Fachdienstes kommunaler Arbeitsmarkt. Handeln ist gefragt. Mit der Online-Plattform www.berufsorientierung-fulda.de sei eine Maßnahme getroffen worden, die Unentschlossenen die Möglichkeit gibt, sich über regionale Firmen umfassend zu informieren.  

"Employer Branding": Ein attraktiver Arbeitgeber sein

Nicolas Scheidtweiler (l.) hielt den ersten Vortrag.

Neben der Präsentation von einigen Leuchtturmprojekten folgten zwei Vorträge. Die erste Keynote stellte PR-Berater Nicolas Scheidtweiler vor. In seinem Vortrag "Erst der Blick nach innen – dann nach außen" beschäftigte er sich mit der Frage, wie Ausbildungsunternehmen wahre Attraktivität und - dadurch im gleichen Zuge - Auszubildende gewinnen können. Wichtig sei hier der Begriff des "Employer Branding", das Bilden einer starken Arbeitgebermarke. Neben sinnvollen Werbemaßnahmen stünden auch Benefits und Motivatoren im Vordergrund. "Arbeitgeber sollten auf die Bedürfnisse der Bewerber und der Mitarbeiter achten und daraus Nutzen stiften", so der Experte. Hilfreich sei hier für Unternehmer eine GAP-Analyse. 

"Onboarding": Neue Mitarbeiter gut ins Team integrieren

Alexander Schmieden, Gründer der Bildungsinitiative "Bildungsrebell", stellte dem Publikum unter dem Titel "Onboarding: #vollmotiviert in die Ausbildung" vor, wie ein gelungener Start ins Berufsleben am besten gelingt und wie schwächere Azubis mit auf die Reise genommen werden können. Schmieden präsentierte den Zuhörern zehn hilfreiche Hinweise. Neben Schlagworten wie freier Entfaltung, Vermittlung von Freude geht es insgesamt auch um das Team an sich. "Stützen sich die Kollegen denn gegenseitig und sind sie gemeinsam arbeitsfähig?" Der wichtigste Aspekt für den 44-Jährigen: Herzblut. "Man muss einfach mit Leidenschaft dabei sein, wenn man mit Azubis zu tun hat. Als Arbeitgeber sind wir nämlich die Weichensteller."

Im Anschluss an die Veranstaltung blieb noch genügend Zeit zum Vernetzen und Austauschen bei leckerer Pizza, kühlen Getränken und Musik. (mkr) +++


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