REGION Spannend wie lange nicht!

Ganz knappe Kiste zwischen Rot und Schwarz: wer regiert jetzt mit wem?

27.09.21 - Es ist ein so spannender Endspurt der Bundestagswahl wie seit Jahrzehnten nicht: Nachdem die Wahllokale pünktlich um 18 Uhr geschlossen hatten, wurde bundesweit ausgezählt. Zur Abstimmung aufgerufen waren am Sonntag 60,4 Millionen Wahlberechtigte. Nach den ersten Hochrechnungen lagen die beiden großen Volksparteien CDU und SPD, die bislang mit ihrer großen Koalition die Bundesregierung stellten, so dicht beieinander wie noch nie. Die SPD lag hauchdünn vorn. Doch eines stand schon zu Beginn schon fest: Für die Union ist es das schlechteste Wahlergebnis, das jemals bei einer Bundestagswahl erzielt wurde. Mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz konnte die schon totgesagte SPD punkten.

Hochrechnung von 21:00 Uhr

Laut der letzten Hochrechnung von infratest dimap liegt die SPD mit 25,7 Prozent (2017: 20,5 Prozent) vor der Union mit 24,5 Prozent (2017: 32,9 Prozent). Wegen Überhangmandaten hat die Union aber einen Sitz mehr im Bundestag. Auf Platz 3 landen mit 14,3 Prozent die Grünen (2017: 8,9 Prozent). Die AfD kommt auf 10,5 Prozent (2017: 12,6 Prozent). Die FDP liegt mit 11,5 Prozent knapp dahinter (2017: 10,7 Prozent). Um den Wiedereinzug in den Bundestag fürchten müssen die Linken mit 5,0 Prozent (2017: 9,2 Prozent).

Nach der aktuellen Sitzverteilung kommt die SPD auf 204, die Union auf 197, die Grünen auf 114, die FDP auf 91, die AfD auf 83 und die Linke auf 40 Sitze.

Beim ZDF liegt aktuell die SPD bei 26, die CDU bei 24,5, die Grünen bei 13,9, die FDP bei 11,7, die AfD bei 10,5 und die Linke nach wie vor bei 5,0 Prozent. 

Wer von diesen beiden, Olaf Scholz (SPD) oder Armin Laschet (CDU) Kanzler der Bundesrepublik ...Foto: picture alliance / ROPI | Antonio Pisacreta

 

Bis zum frühen Nachmittag hatten offenbar weniger Wählerinnen und Wähler ihre Stimme abgegeben als vor vier Jahren. Der Bundeswahlleiter hatte mitgeteilt, dass bis 14.00 Uhr rund 36,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt bereits bei 41,1 Prozent gelegen. Die diesmal große Zahl der abgegebenen Stimmen von Briefwählerinnen und Briefwählern sind hierbei allerdings noch nicht berücksichtigt.

Die Stimmzettel müssen nun ausgezählt werden Fotos: Hendrik Urbin

Die erste Prognose um 18 Uhr Grafik: Tagesschau.de/wahl

"Die aktuell ermittelte Wahlbeteiligung liegt erwartungsgemäß unter dem Wert von 2017, da wir von einem deutlich erhöhten Anteil von Briefwählerinnen und Briefwählern ausgehen, deren Wahlbeteiligung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses festgestellt wird", so Bundeswahlleiter Georg Thiel. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben. Nach Angaben der Bundeswahlleitung dürften es mindestens 40 Prozent gewesen sein. 

Erste Prognosen, Hochrechnungen und Ergebnisse
 

Spannend wie lange nicht! GrafiK: Adobe Stock / Bihlmayerfotografie

Bei aller Spannung und Unsicherheit über den Ausgang steht schon jetzt fest, dass diese Wahl zum 20. Deutschen Bundestag viele Veränderungen bedeutet. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nicht mehr zur Wahl angetreten, so dass es zwangsläufig einen neuen Kanzler oder eine neue Kanzlerin geben wird. Für die Union hat sich Kanzlerkandidat Armin Laschet zur Wahl gestellt, die SPD hat Olaf Scholz aufgestellt, von den Grünen wurde Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bestimmt. Da CDU und SPD so dicht beieinander liegen, brauchten beide für die Regierungsbildung jeweils zwei kleinere Koalitionspartner - oder es bleibt bei der großen Koalition. Denkbar sind mehrere Dreier-Konstellationen wie eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP oder ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken oder eine Koalition von CDU, Grünen und FDP. Doch soweit sind wir noch lange nicht. Erst mal warten wir mit Spannung auf das vorläufige Endergebnis dieser Bundestagswahl. (ci) +++

Aktuelle Fotos aus der Esperantohalle in Fulda Foto: Hendrik Urbin

Foto: Hendrik Urbin


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