Stadtpfarrer Stefan Buß spendet den Oldtimern den Segen - Fotos: Erich Gutberlet

FULDA Zünftige Oldtimer werden gesegnet

Tolle Fiat-Raritäten zu Besuch - Ausflug in die Rhön und Kulturprogramm

03.10.21 - Eine gelungene Wiederholung findet dieses Wochenende in Fulda und der Rhön statt. Schon Pfingsten 2009 hatte sich der Fiat-Raritäten-Club die Domstadt als günstiger Treffpunkt in der Mitte Deutschlands ausgeguckt und ihre alten Schätzchen voller Stolz vorgezeigt. So mancher Verkehrsteilnehmer wird sich verwundert die Augen gerieben haben, denn die über 80 Teilnehmer des Treffen aus der ganzen Bundesrepublik haben sich - ihrem gemächlichen Tempo gemäß - schon vor Tagen auf den Weg nach Fulda gemacht. Der Fahrer mit dem längsten Anfahrtsweg kam aus Groningen in den Niederlanden, andere waren im Süden am Chiemsee und dem Starnberger See gestartet. Nach langer Corona-Pause konnte in diesem Jahr endlich wieder ein Herbsttreffen stattfinden. Und sogar das Wetter spielte mit, was vor allem die Cabrio-Fahrer zu schätzen wussten.

Start am Trätzhof

Organisiert wurde das Treffen wie schon vor zwölf Jahren von Thomas Müller aus Petersberg, der vor Jahren einen Fiat 1200 Cabriolet (Baujahr 1962) von seinem Vater übernommen hatte und sich dadurch zu einem wahren Oldtimer-Fan entwickelt hatte. Insgesamt 85 Clubmitglieder mit 45 Fahrzeugen der italienischen Traditionsmarke Fiat sind in diesem Jahr vertreten. Das Prunkstück der geballten Pferdestärken, liebevoll "Rennzigarre" genannt, stammt aus dem Jahr 1925. "Das Besondere an dieses Raritäten ist: Keiner der Besitzer hat seinen Oldtimer einfach so gekauft", erzählt Thomas Müller. Es handelt sich meist um geerbte Stücke aus dem Familienbesitz, die in aufwendiger Arbeit restauriert, gewartet, gehegt und gepflegt werden. "Von dem fast hundertjährigen Oldie aus der Nähe von Arnstadt in Thüringen gab es zum Beispiel nur noch einzelne Fragmente - für den "Wiederaufbau" mussten unter anderem Bleche von Hand gedengelt werden - da ist viel Engagement und Geduld gefragt", erzählt der Petersberger über sein Hobby und das seiner Clubmitglieder.

Beim diesjährigen Fiat-Treffen wird natürlich nicht nur bewundert und gefachsimpelt, sondern auch die Kultur der Barockstadt und die landschaftlichen Highlights der Rhön entsprechend gewürdigt. Nach dem Treffen am Trätzhof starteten die Teilnehmer der Rundfahrt am Samstagmorgen zur Pauluspromenade, wo die gut gepflegten Oldtimer den zahlreichen neugierigen Passanten präsentiert wurden. Stadtpfarrer Stefan Buß erteilte den Fahrzeugen den Reisesegen - für viele der Fahrerinnen und Fahrer ein Novum. Nach einer Besichtigung des Fuldaer Doms und Besuch am Grab des Heiligen Bonifatius startete die rund 120 Kilometer lange Rundfahrt nach Rasdorf zur Gedenkstätte Point Alpha. Passend zum morgigen Tag der Deutschen Einheit besichtigten die Teilnehmer die dortige Ausstellung und aßen dort auch zu Mittag. Am Nachmittag geht der motorisierte Ausflug über Tann, Hilders, Ehrenberg, Poppenhausen, Dietershausen wieder zurück zum Trätzhof. Auch am Sonntagvormittag kann man die Oldtimer noch einmal in der Pauluspromenade bewundern. (ci)+++


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