Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) beim Festakt auf Point Alpha - Fotos: Bernd Vogt

RASDORF / GEISA Festakt auf Point Alpha

Theo Waigel (CSU) über die Einheit: "Man darf dem Schicksal dankbar sein"

03.10.21 - Es gehört zur guten und vor allem auch wichtigen Tradition, den Tag der Deutschen Einheit gerade auf Point Alpha würdig mit einem Festakt zu feiern. Am Vortag des 3. Oktober treffen sich Zeitzeugen sowie Vertreter aus Politik, Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft im ehemaligen US-Camp und der heutigen Gedenk- und Bildungsstätte zwischen dem hessischen Rasdorf und Geisa in Thüringen. In diesem Jahr hielt der ehemalige Finanzminister Theo Waigel (CSU) die Festrede. Zuvor wurden am Mahnmal Kränze niedergelegt.

Der Landtagsabgeordnete Markus Meysner

Der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (Mitte)

Er war insbesondere für den Vollzug der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion 1990 verantwortlich und wirkte beim Überleitungsvertrag mit der Sowjetunion, der den Abzug der sowjetischen Truppen aus Deutschland regelte, mit. Im Laufe seiner eindrucksvollen Karriere bekleidete Waigel zahlreiche Ämter und wurde nach dem Tod von Franz-Josef Strauß zum Vorsitzenden der CSU gewählt.

Eindrucksvolle Rede

Waigel machte deutlich: "Man darf dem Schicksal ruhig dankbar sein, was wir erleben durften und wo wir heute stehen." Der heute 82-jährige Waigel war bei den Verhandlungen hautnah dabei und schilderte eindrucksvoll von seinen Begegnungen und Gesprächen unter anderem mit dem damaligen US-Präsidenten George Bush oder mit Michail Gorbatschow.

Er erinnert sich an ein Treffen mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und Gorbatschow im Kaukasus. In Tracht gekleidete Frauen übergaben Gorbatschow und Kohl je ein Laib Brot und Salz. "Gorbatschow nahm das Brot, bestreute es mit Salz und gab es weiter. Helmut Kohl nahm den Brotlaib in seine Hände, machte ein Kreuz darauf und sagte, das habe seine Mutter auch immer so gemacht. Gorbatschow sah bewegt zu. Er hat in dieser Zeit Helmut Kohl und Willy Brandt mehr vertraut als Erich Honecker", sagte Waigel. Die friedlichen Demonstrationen im Osten hätten die Einheit im Jahr 1990 gebracht.

Gottesdienst und Führungen am Sonntag

Am Sonntag, dem Tag der Deutschen Einheit, beginnt um elf Uhr der Ökumenische Gottesdienst im US-Camp. Die Festpredigt hält in diesem Jahr der evangelische Regionalbischof Propst Tobias Schüfer aus Meiningen. Die Konzelebranten sind Dechant Markus Blümel und Pater Binesh Mangalan aus Eiterfeld, Pfarrer Alfred Spekker aus Frankenheim sowie Pfarrer Harald Krüger aus Hohenroda.

Die musikalische Gestaltung übernehmen wieder Rebecca und Ulrich Göb. Der traditionelle Familientag im Anschluss an den Gottesdienst muss coronabedingt in diesem Jahr noch einmal entfallen. Die Gedenkstätte Point Alpha ist an beiden Tagen regulär geöffnet und am 3. Oktober finden um 14.00 Uhr offene Führungen statt. Hierzu ist eine Anmeldung notwendig. Weitere Informationen und die Anmeldung zu den Führungen und dem Gottesdienst im Internet unter der Adresse https://www.pointalpha.com/veranstaltungen. (hhb) +++


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