Bischof Dr. Michael Gerber - Foto: Bistum Fulda / Julia Steinbrecht

FRANKFURT/FULDA Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung

Bischof Gerber bei Synodalversammlung in Frankfurt

04.10.21 - In Frankfurt am Main ist am Wochenende die zweite Synodalversammlung des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland zu Ende gegangen. Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber war mit dabei.

"Wir haben mit großer Ernsthaftigkeit und in einem Klima der Wertschätzung um sehr wichtige Fragen gerungen", sagte Bischof Dr. Michael Gerber am Ende der Versammlung: "Wenn die Positionen bisweilen auch sehr unterschiedlich sind, gemeinsam ist den Beteiligten, dass ihnen die Zukunft der Kirche sehr am Herzen liegt. Überraschend waren die sehr deutlichen Mehrheiten, die bei vielen Abstimmungen erzielt werden konnten."

211 Synodale, rund 20 Beobachterinnen und Beobachter aus dem benachbarten Ausland und der Ökumene sowie Beraterinnen und Berater der vier Synodalforen waren zur zweiten Synodalversammlung des Synodalen Weges in Frankfurt zusammengekommen. Zur Diskussion und Meinungsfindung standen viele unterschiedliche, richtungsweisende Themen um Erneuerungsprozesse und Positionen, wie sich die Kirche in Deutschland zukünftig verändert kann: Wie mehr Mitbestimmung ermöglicht wird, wie sie zum Beispiel Sexualität als positive Kraft würdigt und wie sie sich mit den Menschen geschlechtergerecht und in aller Offenheit neu positionieren kann.

Das Präsidium des Synodalen Weges zeigte sich erleichtert, dass die Synodalversammlung in Präsenz durchgeführt werden konnte. Es warnte allerdings vor überzogenen Erwartungen an den Reformprozess. "Die Foren haben die Aufträge, weiter zu arbeiten. Wir warten auf die Inhalte, die in der dritten Synodalversammlung eingebracht werden und wir ahnen: Wir brauchen noch ein gutes Stück Zeit", so Dr. Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident des Synodalen Weges.

Die Synodalversammlung fand nur wenige Tage vor dem Beginn des weltweiten Synodalen Weges statt, zu dem Papst Franziskus die Bistümer in allen Kontinenten aufgerufen hat. In Deutschland ist der Auftakt am Sonntag, den 17. Oktober. Bis April 2022 sollen dann zunächst in den jeweiligen Diözesen und Ortskirchen Gedanken und Vorschläge für die weitere Entwicklung der katholischen Weltkirche zusammengetragen werden. (pm) +++


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