Aller guten Dinge sind Drei! - Symbolbild: Pixabay

REGION Von O|N-Medizin-Experte Adrian Böhm

STIKO empfiehlt Auffrischung mit dritter Impfung für bestimmte Gruppen

08.10.21 - Am Donnerstag erteilte die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Empfehlung zur Auffrischung der Impfung gegen das Coronavirus für alle Menschen ab 70 Jahren. Zuvor galt die Empfehlung zur dritten Impfung bereits für immungeschwächte Menschen. Außerdem wird eine Auffrischungsimpfung für Menschen in Pflegeeinrichtungen und Wohnheimen unabhängig vom Alter sowie für deren unmittelbare Kontaktpersonen empfohlen. Auch medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt soll - wenn möglich - eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Weiterhin wird auch "anderen Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Krankheitsverläufe" der dritte Piks empfohlen. Die Empfehlung der STIKO beruht darauf, dass man vor allen Dingen bei älteren Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine Abnahme des Impfschutzes bereits nach ca. sechs Monate nach der ersten abgeschlossenen Impfserie beobachtet habe.

Die dritte Impfung kommt für die genannten Personengruppen frühestens sechs Monate nach der zweiten erfolgten Impfung infrage. Aufgefrischt werden soll mit dem gleichen Impfstoff, mit dem auch die ersten beiden Impfungen durchgeführt wurden. Eine Kombination zweier verschiedener mRNA-Impfstoffe ist demnach nicht vorgesehen. Das heißt konkret: Wenn die ersten beiden Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer durchgeführt wurden, soll auch die dritte Impfung mit Biontech erfolgen. Wurde man hingegen mit dem Impfstoff von Moderna geimpft, soll man wiederum die Auffrischung auch mit dem Impfstoff von Moderna erhalten.

Durch die Impfauffrischung erhofft man sich einen noch längeren und verlässlicheren Schutz, da es nicht zuletzt aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante zu vermehrten Impfdurchbrüchen gekommen ist. Kommt es zu einem Impfdurchbruch, kann auch eine vollständig geimpfte Person das Virus übertragen. Geimpfte tragen demnach einen großen Teil dazu bei, andere Menschen zu schützen, da Impfdurchbrüche noch immer relativ selten sind. Außerdem schützt der Impfstoff, das zeigen aktuelle Studien, nach wie vor auch sehr verlässlich vor schwerem Verlauf und vor dem Tod durch das Coronavirus.

Impfdurchbrüche sind symptomatische Erkrankungen, die nach einer vollständigen Impfserie mittels PCR ermittelt werden. Besonders betroffen von Durchbruchinfektionen sind Menschen die nur einmalig mit dem Impfstoff von Johnson and Johnson geimpft wurden. Dieser Gruppe wird ebenso empfohlen an einer Auffrischungsimpfung frühestens vier Wochen nach dem ersten Impftermin teilzunehmen. Die Auffrischung nach einer Impfung mit Johnson and Johnson soll ebenfalls mit einem der mRNA-Impfstoffe erfolgen. (Adrian Böhm) +++


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