Nanu, was sitzt denn dort auf dem Strommast? - Fotos: mr

NIEDERAULA Meister Adebar auf dem Strommast

Was ist denn mit den armen Störchen passiert?!?

21.10.21 - Nanu, was ist denn mit den Störchen passiert? Dem ein oder anderen Naturbeobachter, der den Blick gen Himmel richtet, dürfte die beiden "Tiere" auf dem Hochspannungsmast zwischen Niederaula-Solms und Unter-Schwarz aufgefallen sein.

Bewegungslos verharren sie seit geraumer Zeit auf dem gefährlichen Bauwerk, weder Wind und Wetter vertreibt die Kameraden von ihrem Platz. Erst bei genauerer Betrachtung fällt auf: das sind ja gar keine echten Vögel! Aber, warum stehen dort in luftiger Höhe Plastiktiere herum?

Die Erklärung ist relativ einfach. Immer mehr Zugvögel hatten sich in der Vergangenheit Strommasten zum Nisten gesucht. Der Nachwuchs übernimmt das Verhalten der Elterntiere und baut später selbst Nester auf den gefährlichen Masten. Es beginnt ein Teufelskreis.

Denn, fliegt einer der Vögel beispielsweise in die Leitungen, erhält er hierbei einen tödlichen Schlag. Auch beim Bau des Nestes kann einiges schief gehen: Wenn Äste oder Drähte auf die dicken Stromkabel treffen, kann das einen Brand auslösen- oder für einen Stromausfall sorgen.

Damit das nicht geschieht, setzen einige Strommastbetreiber mittlerweile auf Vogel-Attrappen. Ist ein Standplatz nämlich bereits belegt, suchen sich die übrigen Tiere einen alternativen Ort zum Nisten. Man erhofft sich also, mit den Kunststoffkameraden echte Störche von den Leitungen fernzuhalten.

Übrigens:

Die Zahl der Weißstörche in Hessen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Vergangenes Jahr wurden insgesamt 832 Weißstorchpaare, die mit der Brut begannen, vom NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) gezählt. Das sind knapp hundert Tiere mehr als im Vorjahr. Die hessischen Weißstörche zogen in letzten Jahr 1.611 Jungtiere groß, das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr um 10 Prozent. Im Jahr 2019 wurden 1.445 Adebare flügge. Das Mekka der hessischen Weißstörche ist nach wie vor der Landkreis Groß-Gerau, wo im letzten Jahr 567 Jungvögel von 284 Brutpaaren aufzogen wurden. Aber auch in Mittel- und Nordhessen nehmen die Bestände kontinuierlich zu. (mr) +++


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