FULDA Impuls vom Stadtpfarrer bei O|N

Stadtpfarrer Buß: Zum Gedenken an die Hl. Elisabeth von Thüringen

20.11.21 - Der Philosoph und Theologe Thomas von Aquin (1225 – 74) sagte einmal: "Heiligkeit besteht nicht darin, viel zu wissen. Das ganze Geheimnis der Heiligkeit ist: viel zu lieben."

Wenn das stimmt, dann ist Elisabeth eine ganz große Heilige. Elisabeth von Thüringen lebte 1207 – 31. Ihr Gedenktag ist der 19.11. Sie stammte aus Ungarn und kam als vierjährige an den Hof des Landgrafen von Thüringen und wurde mit Landgraf Ludwig vermählt. Dieser starb auf einem Kreuzzug. Elisabeth widmete sich den Armen und Notleidenden. Sie wurde von der Wartburg bei Eisennach vertrieben und starb später in Marburg. Sie ist Zweitpatronin des Bistums Fulda. Sie hat ernst gemacht mit der Liebe. Sie hat ernst gemacht mit dem Wort Jesu: "Was ihr einem der geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt.25,40)

Stadtpfarrer Stefan Buß. Archivfoto: O|N/Hendrik Urbin

Was endgültig zählt im Leben eines Menschen, ist die Liebe, die Liebe, die dem Menschen als Menschen begegnet, mitfühlend, hilfreich, ermutigend, rettend und heilend. Es ist die barmherzige Liebe, die Jesus selbst an den Armen, Kranken und Ausgestoßenen geübt hat. "Ich war hungrig, ich war durstig, ich war krank, obdachlos und fremd ... und ihr habt es mir getan." (vgl. Mt.25,35-36) Im notleidenden Nächsten begegnet der Mensch Christus selbst. Die Brücke von Elisabeth zu uns, in die Gegenwart, die muss nicht mühsam geschlagen werden. Sie drängt sich auf. Noch nicht einmal die Probleme haben sich geändert, eher noch verschärft. Denn sie haben weltweite Dimension angenommen:

Massenarmut, Millionenhunger, vielfaches Elend, Vertreibung, Unterdrückung, Gewalt, himmelschreiendes Unrecht. Und wir sind mit hinein verwickelt. Hunger und Armut sind ja nicht nur Schicksal, sondern gemacht durch Ungerechtigkeit, durch Egoismus, durch fehlende Solidarität, durch Versäumnisse, unterlassene Hilfe.

Die Hungernden sind nicht nur die, die ihre Hand nach einem Stück Brot ausstrecken, sondern auch jene, die hungern nach Liebe und Angenommensein. Nackt sind nicht nur jene, die nichts zu Anziehen haben, sondern auch jene, die aller menschlichen Würde entkleidet sind und die, die frieren in den Betonwüsten unserer Städte. Einsam und obdachlos sind nicht nur jene, die kein Dach über ihrem Kopf haben, sondern auch jene, die kein Dach über der Seele haben und denen die Obhut menschlicher Wärme und Zuneigung und Anerkennung fehlt. Vielleicht spüren wir solche Menschen auch in unserer Umgebung auf. (Stefan Buß) +++


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