Der beliebte Schauspieler und ehemalige Intendant der Bad Hersfelder Festspiele ist am Montag im Kreise seiner Familie verstorben. - Archivfoto: O|N

BAD HERSFELD Nach schwerer Krankheit

Ehemaliger Festspiel-Intendant Volker Lechtenbrink verstorben

24.11.21 - Der ehemalige Intendant der Bad Hersfelder Festspiele, Volker Lechtenbrink, ist im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit am Montag im Kreise seiner Familie verstorben. Dies bestätigten seine Agentur und das Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg. Lechtenbrink spielte schon als Zwölfjähriger in dem berühmten Antikriegsfilm 'Die Brücke' mit und stand in den 1970er Jahren auf der Festspielbühne der Stiftsruine - zudem führte er Regie und war drei Jahre lang Intendant der Festspiele. Er selbst erklärte häufig, dass Bad Hersfeld immer ein Stück Heimat für ihn gewesen sei.

Lechtenbrink im Jahr 2015 mit unserem O|N-Fotografen Gerhard Manns. Archivfoto: Hans-Karl Schmidt

Der Schauspieler stand mehrfach auf der Bühne der Festspiele und gewann in den Jahren 1972 und 1997 den begehrten Großen Preis der Bad Hersfelder Festspiele. Zwischen 1995 und 1997 war er Intendant der Festspiele, doch auch in den folgenden Jahren fand er immer wieder den Weg nach Bad Hersfeld.

Neben seinem Engagement bei den Festspielen spielte er in diversen Kino-, Fernsehfilmen mit. Auch in verschiedenen Theatern der Republik trat der Schauspieler mit der markanten Stimme auf. Zudem war er auch in der Musik aktiv - neben einigen selbst gesungenen Liedern, schrieb Lechtenbrink unter anderem für Peter Maffay.

Lechtenbrink wurde am 18. August 1944 als Sohn eines Angestellten in Cranz/Ostpreußen geboren, wuchs im hohen Norden in Bremen und Hamburg auf, wohin es ihn als Flüchtlingskind verschlagen hatte. Schon im Alter von acht Jahren sprach er im Kinderfunk und übernahm mit zehn Jahren eine Rolle in einem Weihnachtsmärchen des Deutschen Schauspielhauses. Bundesweit bekannt wurde er durch den Antikriegsfilm "Die Brücke" von Bernhard Wicki, in dem er die Rolle des Klaus Hager spielte,  einen von sieben Jungen, die kurz vor Kriegsende völlig sinnlos eine Brücke verteidigen müssen.

Neben seinen vielen Rollen im Kino und Fernsehen, war er auch als Synchronsprecher gefragt. Seine markante sonore Stimme lieh er unter anderem Burt Reynolds und Kris Kristofferson. Der Tod des beliebten Schauspielers hinterlässt eine große Lücke im deutschen Film und bei den Bad Hersfelder Festspielen.

Ein Statement bei der Stadt und bei den Festspielen hat OSTHESSEN|NEWS bereits angefragt. (Kevin Kunze)+++


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