Am Mittwochmorgen wurde der neue Rettungshubschrauber H 145 von Airbus Helicopters in Dienst gestellt. - Foto: Frank Beck Fotografie

GIEßEN Kleiner, leichter, leiser

"Modernste Maschine auf dem Markt": Johanniter Luftrettung erweitert Flotte

25.11.21 - Großer Tag für die Johanniter Luftrettung: Am Mittwochmorgen wurde der neue Rettungshubschrauber H 145 von Airbus Helicopters in Dienst gestellt. "Es ist die modernste Maschine auf dem Markt und er erfüllt in Kombination mit der großen H 155 jede erdenkliche Anforderung im luftgebundenen Rettungsdienst und Intensivtransport."

Die kleinere, leichtere und leisere Maschine verfügt über ein hochmodernes Autopilot-System und hat - statt der bislang üblichen vier Rotorblätter - fünf. Diese sorgen für eine stabilere und ruhigere Lage in der Luft, welches dem Patientenwohl zuträgt. In der Maschine ist modernste Technik verbaut und auch die Innenraumanordnung wurde überarbeitet - letztere ermöglicht dem Notarzt flexibleres Handeln während des Fluges. Durch die großzügige Fensteranordnung haben nicht nur die Piloten eine bessere Sicht, der gesamte Innenraum der Maschine ist heller, wirkt größer und offener.

Intensivtransporte und Rettungseinsätze

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich aktiviert die H 145 indem er den Funkchip ...

Im Beisein von Dr. Christoph Ullrich, Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Gießen, der Genehmigungsbehörde für die Luftrettung in Hessen; Klinikdirektor Professor Dr. Michael Sander, Oberarzt Professor Dr. Simon Little und Oberarzt Dr. Alexander Schlier, alle drei in der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie der Universitätsklinik Gießen und Marburg GmbH am Standort Gießen tätig sowie dem Notarzt und ärztlichen Leiter der Johanniter Luftrettung, Mumi Taleb, wurde die neue Maschine der Johanniter Luftrettung am Mittwoch in Dienst gestellt.

Der neue Intensivtransporthubschrauber wird also ab sofort als Christoph Gießen im Dual-Use-System eingesetzt und fliegt neben Intensivtransporten auch Rettungseinsätze, sogenannte Primäreinsätze – insbesondere nachts - und deckt auch das Einsatzgebiet im Vogelsbergkreis ab. Die Maschine mit der Kennung D-HJLA wird nach zahlreichen Trainingsflügen als Christoph Gießen in den Einsatz gehen. "Mit zunehmender Auslastung der Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern wird der Intensivtransporthubschrauber (ITH) gemeinsam mit dem benachbarten ITH Christoph Mittelhessen Verlegungsflüge intensivpflichtiger Patienten durchführen, aber zugleich gemäß der Beauftragung weiterhin für Rettungseinsätze eingesetzt werden", heißt es vonseiten der Johanniter.

Rechts die neue H 145 gemeinsam mit der größten Maschine der Johanniter-Flotte, ...

Und weniger als eine Stunde, nachdem Regierungspräsident Ullrich persönlich den Hubschrauber durch das Einsetzten des Funkchips aktiviert hatte, ging es bereits zum ersten Einsatz: Ein Intensiv-Patient sollte aus Winterberg in eine andere Klinik verlegt werden. Professor Dr. Simon Little, ärztlicher Leiter am Luftrettungszentrum Gießen und beim Premieren-Einsatz als Notarzt an Bord, erklärt dazu: "Neben Rettungseinsätzen fliegen wir mit dem Christoph Gießen insbesondere Intensivverlegungen von Klinik zu Klinik. Diese Einsätze sind in der Regel planbar, weniger zeitkritisch, da sich der Patient bereits in der Versorgung befindet." Die neue Technik sei eine hervorragende Unterstützung für die gesamte Crew, "der Flug fühlt sich gut an und durch die Gestaltung des Innenraums läuft die Patientenversorgung sehr effizient".

Die H 145 ergänzt Flotte perfekt

Mit 13,63 Metern Länge und einem Rotordurchmesser von 10,8 Metern ist die H 145 kleiner als die Intensivtransporthubschrauber (ITH) vom Typ AS 365 N3 und H 155.

Dr. Alexander Schlier, Prof. Dr. Simon Little, JLR-Geschäftsführer Frank Zabell, ...

"Dass der neue Hubschrauber kleiner, leichter und leiser ist als unsere anderen ITH-Modelle, optimiert unser Dual-Use-System in der Kombination Primär- und Sekundäreinsätze. Das neue Modell hat aufgrund seiner Maße Vorteile bei den Primäreinsätzen. Dazu gehören beispielsweise Unfälle auf der Autobahn oder Notfalleinsätze im Wohngebiet. Hier ist ein kleinerer Hubschrauber im Vorteil, weil er weniger Platz zum Landen benötigt. Aber auch für Verlegungsflüge von Intensivpatienten eignet sich die neue Maschine hervorragend. Wenn der Intensivtransport besondere Anforderungen hat, wie zum Beispiel der Einsatz des Infektionsschutzsystems IsoArk, extrem schwergewichtige Patienten oder sehr große Distanzen zwischen den Kliniken, dann sind unsere großen Hubschrauber wie die H 155 unschlagbar", erklärt Oliver Meermann, Landesvorstand im Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar der Johanniter-Unfall-Hilfe und Geschäftsführer der Johanniter Luftrettung.

Die beiden Triebwerke mit einer Gesamtleistung von über 1.700 PS ermöglichen mit 270 km/h eine höhere Reisegeschwindigkeit und können dank des größeren Tanks bis zu 800 Kilometer zurücklegen – einmal quer durch die Republik ohne Tankstopp. (ld/pm) +++


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