Gesundheitsminister Kai Klose im Interview - Alle Fotos: Martin Engel

FULDA Gesundheitsminister im Interview

Kai Klose (Grüne) zu O|N: "Bekommen ein Drittel weniger Impfstoff als avisiert"

28.11.21 - Die Lage ist ernst: Der Impfstoff wird derzeit wieder knapp und die neue Virusvariante aus Südafrika macht weltweit große Sorgen. Bereits am Samstagmorgen gab der Gesundheitsminister auf Twitter bekannt, dass die neue Variante, die "Omicron" genannt wird, in Deutschland angekommen sein soll. Die Variante soll bei einem Reiserückkehrer aus Südafrika festgestellt worden sein. Im O|N-Interview erklärt Gesundheitsminister Kai Klose, wie die aktuelle Lage ist. 

"Omicron ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in Hessen bereits angekommen. Wir haben eine Person, die am vergangenen Sonntag am Frankfurter Flughafen eingetroffen ist, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für die neue Virusvariante. Die Sequenzierung läuft jetzt, das dauert ein paar Tage. Aber die Anzeichen sind sehr deutlich", sagt Klose. Die Variante würde aber dazu beitragen, dass sich die Infektionsdynamik beschleunigt.

Auch wenn derzeit überall wieder in Rekordtempo geimpft wird, der Impfstoff ist, ähnlich wie zu Beginn der Pandemie, wieder knapp. "Alle hängen sich so richtig rein, jetzt stehen wir aber vor der Herausforderung, dass der Bund, der über den Impfstoff verfügt, weniger liefert, als er zugesagt hat. Es gabt die feste Zusage, dass das was bestellt war auch wirklich kommt. Das ist jetzt nicht der Fall. Nicht nur in Hessen, auch in anderen Bundesländern", so Klose. Er habe den Bundesgesundheitsminister aufgefordert, schnellstmöglich Klarheit und Transparenz herzustellen. "Das hilft uns aktuell nicht, im Gegenteil, das behindert die Impfkampagne.

Konkret heißt das, dass laut Klose etwa ein Drittel weniger Impfstoff gekommen ist, als avisiert war. "Wenn das der Fall ist, trifft es unterschiedliche Praxen und Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes in unterschiedlichem Umfang." Möglicherweise könnten auch wieder Impftermine ausfallen. "Wir legen Wert darauf, dass der Mangel vom Bund schnellstmöglich ausgeglichen wird, damit möglichst wenig Termine ausfallen müssen." (Moritz Pappert) +++


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